Wirtschaft : Immer größer

Die Veranstalter der Ifa rechnen mit einem Rekord

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Berlin - Ja, wenn doch nur noch mehr Platz wäre. Langsam müssen sich die Veranstalter der Internationalen Funkausstellung (Ifa) – die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und die Messe Berlin – richtig etwas einfallen lassen, um alle Interessenten auf dem Gelände unterzubringen. Immer mehr Aussteller wollen auf immer größeren Flächen präsent sein. Und es erstaunt nicht, dass die Elektronikmesse in diesem Jahr schon wieder nach Rekorden strebt. „Wir werden mit 140 200 Quadratmeter vermieteter Fläche das Rekordergebnis aus dem Vorjahr übertreffen“, sagte Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin am Donnerstag, bevor er sich noch mal der von den Haaren bis zu den Pumps knallrot gewandeten Miss Ifa zuwendet.

Sie steht sinnbildlich für das Vorhaben im Jahr 2011. Knallig und attraktiv soll auch das Programm der 51. Auflage daherkommen. Geht es nach Göke, sollen die Besucher ab dem 2. September nicht weniger als die „beste Ifa der Geschichte“ erleben. Zu den Höhepunkten auf dem zunehmend mit Zelten und temporären Bauten bestückten Messegelände gehören wieder hochauflösende HDTV-Geräte, die an das Internet angeschlossen sind, sowie 3-D-Fernsehtechnik, Tablet-PCs, Smartphones und Apps. Darüber hinaus setzt die Branche auf die Vernetzung der digitalen Geräte für zu Hause und unterwegs.

Das Gedränge auf der Ifa ist erstaunlich, hatte sich der Markt für Unterhaltungselektronik im ersten Halbjahr 2011 doch abgekühlt und eher verhalten entwickelt. Der Absatz etwa der Flachbildfernseher, bislang Zugpferde der Industrie, war rückläufig. Durch die Messe werde es aber gerade im Bereich Unterhaltungselektronik eine ordentliche Verbesserung geben, erwartet Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat des Veranstalters gfu. „Die Ifa wird gerade in einem Jahr ohne sportliches Großereignis für eine steigende Nachfrage sorgen“, prognostiziert er. Der Markt werde in diesem Jahr um vier Prozent auf ein Volumen von 27 Milliarden Euro wachsen.

Neben der Elektronik zeigt wieder die Haushaltsbranche auf der Ifa ihre Neuheiten. Hier liegt der Schwerpunkt auf intelligenten Technologien, der Anbindungen an das Internet sowie auf Bedienkomfort. Und auch hier prognostiziert gfu-Mann Kamp Zuwachs – er hält zwei Prozent für möglich.

Bemerkenswert ist, dass die Ifa trotz der Finanzkrise expandiert und sich nicht in Bescheidenheit oder Zurückhaltung üben muss. Eine Kursänderung soll es denn auch in den kommenden Jahren nicht geben. „Sollte sich die Nachfrage weiterhin in diesem Ausmaß entwickeln, werden wir auch künftig kreativ sein, um neue Flächen zu erschließen“, versprach Messe-Geschäftsführer Göke. Bis 2014 plant er mit einer neuen Halle als zusätzlicher Ausstellungsfläche über zwei Ebenen. Katrin Schulze

Das Messegelände wird für die

Besucher der Ifa vom 2. bis 7. September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Im Vorverkauf kostet die Tageskarte für

Privatbesucher elf Euro. An der Tageskasse muss man 15 Euro bezahlen.

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