Wirtschaft : Immer mehr Bäcker müssen aufgeben, da die Großketten die Preise drücken

Den deutschen Bäckern macht die Konkurrenz der industriellen Anbieter und Großfilialisten wie Kamps schwer zu schaffen. Der Branchenumsatz stagniert, die meisten Betriebe verdienen weniger, immer mehr geben auf. Dies berichtete der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks am Freitag in Bonn. Der Gesamtumsatz im Bäckerhandwerk verharrte nach Verbandsangaben 1998 bei 26,5 Milliarden Mark. Mehr als 70 Prozent der Betriebe verzeichneten nach einer repräsentativen Umfrage aber geringere Gewinne. Fast zwei von drei Betrieben gaben auch rückläufige Umsätze an. Mengen- wie wertmäßig verloren die Bäckereien vor allem an die Discounter weitere Markanteile. Die Zahl der Betriebe ging 1998 auf 21 404 (1997: 22 256) zurück.

Die Öffnung am Sonntag hat sich für die meisten Bäcker gelohnt. Rund 87 Prozent bejahten eine entsprechende Frage. Jeder dritte Betrieb hat mitlerweile am Sonntag regelmäßig geöffnet. Insgesamt wurden 1998 - vor allem wegen ausgedehnterer Ladenöffnung - 320 100 Mitarbeiter beschäftigt. Das waren 2400 mehr als 1997. Seit in Kraft treten der 630-Mark-Neuregelung zum 1. April 1999 hätten rund 25 000 Mitarbeiter ihre Arbeit in Bäckereien aufgegeben, beklagte der Verband.

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