Wirtschaft : Immer mehr Bankgeschäfte im Internet 22 Millionen Deutsche nutzen Online-Banking

Berlin - Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte im Internet. Inzwischen greifen 55 Prozent der Internetnutzer und damit rund 22 Millionen Deutsche online auf ihr Bankkonto zu. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Bankenverbandes, deren Ergebnisse dem Tagesspiegel am Sonntag in Auszügen vorliegen. Demnach ist der Anteil der Online-Bankkunden an der Gesamtbevölkerung in den vergangenen fünf Jahren von 23 auf 36 Prozent gestiegen. „Das Internet ist im Alltag der Menschen angekommen“, sagte Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes deutscher Banken, dem Tagesspiegel am Sonntag. „Der Zuspruch zum Online-Banking wird in Zukunft weiter zunehmen."

Der positive Trend zeige sich auch bei der Intensität der Nutzung, sagte Weber. Der Umfrage zufolge führen bereits 48 Prozent der Online-Bankkunden mehrmals in der Woche Kontostandsabfragen oder Überweisungen online durch. Weitere 14 Prozent machen dies sogar mehrmals täglich.

Gleichwohl wollen viele Kunden nicht auf den persönlichen Kontakt am Bankschalter verzichten. So ist die Beratung vor Ort weiterhin für acht von zehn Deutschen wichtig (39 Prozent) oder sogar sehr wichtig (42 Prozent). „Die Verbraucher wollen die Vorteile des Online-Banking und der persönlichen Beratung in der Bankfiliale zunehmend kombinieren", sagte Weber.

Entscheidend für die künftige Akzeptanz des Online-Bankings sei die Einschätzung der Sicherheit. Derzeit ist die Mehrheit der Deutschen noch misstrauisch. 34 Prozent der Deutschen halten Online-Banking für „nicht so sicher“ und weitere 19 Prozent für „gar nicht sicher“. 39 Prozent hingegen zeigten sich von der Sicherheit des Online-Banking überzeugt. Unter denjenigen, die selbst bereits Bankgeschäfte im Internet erledigt haben, waren es sogar 83 Prozent.

In der Vergangenheit war es immer wieder zu so genannten Phishing-Versuchen gekommen. Dabei werden die Kunden in gefälschten E-Mails aufgefordert, ihre Kundendaten preiszugeben. Zudem versuchen Betrüger sich über so genannte Trojaner Zugriff auf fremde Computer zu verschaffen und Geheimzahlen wie Pin und Tan auszuspähen.

Die Banken nähmen den Sicherheitsaspekt sehr ernst und entwickelten die Verfahren entsprechend den neuesten Sicherheitsstandards auf hohem Niveau fortlaufend weiter, verspricht der Bankenverband. So böten die Banken unter anderem Autorisierungsverfahren mit Hilfe von Tan-Generatoren, der mobilen Tan und der Digitalen Signatur an. stek

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