Wirtschaft : Immer mehr Kunden wollen UMTS-Handys

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Berlin – Mit dem Mobiltelefon ein Foto verschicken, den Telefonpartner beim Gespräch im Display sehen oder an der Bushaltestelle einen Film anschauen – mit UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ist das alles möglich. Jetzt ist in Berlin der erste „Mobile Movie Award“ – ein mit 10000 Euro dotierter HandyFilmwettbewerb zum Thema Metropole Berlin – vergeben worden. Gewonnen hat ein Filmstudent aus Potsdam. Sein Kurzfilm zeigt, wie ein Berliner den Fernsehturm fällt und im Tiergarten wieder einpflanzt. Allerdings ist der Preis seiner Zeit ein wenig voraus: In Deutschland steht das Geschäft mit Handyfilmen noch ganz am Anfang.

Um die Datenmengen eines „Ultra“-Kurzfilms übertragen zu können, benötigt man die UMTS-Technik, die in Deutschland noch nicht flächendeckend ausgebaut ist. Die Zahl der erforderlichen Basisstationen liegt bei 8000 bis 10000 pro Netz – das sind etwa 50 Prozent mehr als die heute vorhandenen Handy-Netze. Für die Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone D2, E-Plus und O2 bedeutet die neue Technik also erhebliche Investitionen. Allein O2-Germany plant bis 2007, rund drei Milliarden Euro in das UMTS-Netz zu investieren.

„Jetzt geht es los“, sagt Roman Friedrich, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Bozz Allen Hamilton. Friedrich sieht im UMTS-Bereich ein Marktvolumen von bis zu zwei Milliarden Euro. Der Branchenverband Bitkom rechnet noch in diesem Jahr mit über zehn Millionen UMTS-Kunden in Deutschland. Ein immenser Anstieg: 2004 gab es weltweit gerade einmal 16 Millionen Kunden.jzi

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