Immobilien : München ist teuerste Stadt für Häuslebauer

München ist weiterhin die mit Abstand teuerste Stadt in Deutschland für Eigenheime und Eigentumswohnungen. Dies geht aus einer vom Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen veröffentlichten Studie hervor.

Berlin - Demnach kostete im vergangenen Jahr ein Einfamilienhaus in München im Schnitt 364.000 Euro, was ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Eine Eigentumswohnung in der bayerischen Landeshauptstadt kostet im Schnitt 197.900 Euro, das entspricht einem Anstieg um 1,5 Prozent.

Zu den Städten in Deutschland mit den niedrigsten Preisen für Wohneigentum gehört dagegen Dresden, wo für ein Einfamilienhaus im Schnitt 107.100 Euro (plus 1,8 Prozent) und eine Eigentumswohnung 77.500 Euro (minus 8,9 Prozent) ausgegeben werden mussten. Besonders günstig sind Einfamilienhäuser auch in Halle und Leipzig zu haben, wo sie durchschnittlich 91.900 Euro kosteten (plus 3,0 Prozent). Im Westen wiederum sticht Hannover unter den Großstädten mit seinen relativ niedrigen Preisen für Eigentumswohnungen heraus; sie lagen dort 2005 im Schnitt bei 86.300 Euro (minus 0,5 Prozent).

In ganz Westdeutschland kostete ein Einfamilienhaus im vergangenen Jahr im Schnitt 173.700 Euro und damit 2,9 Prozent mehr als 2004. Deutlicher stiegen die Preise im Osten, wo für ein Einfamilienhaus durchschnittlich 99.400 Euro und damit sieben Prozent mehr als im Vorjahr bezahlt werden musste. Für Eigentumswohnungen stieg im Westen der Durchschnittspreis um 1,9 Prozent auf 124.200 Euro. In Ostdeutchland nahm er um 1,2 Prozent auf 103.400 Euro zu. Institutsleiter Stefan Jokl sagte voraus, dass wegen des verknappten Wohnangebots in weiten Regionen die Preise in nächster Zeit weiter anziehen werden: "Von einem Preisverfall, wie verschiedentlich immer wieder behauptet wird, kann überhaupt keine Rede sein." (tso/AFP)

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