Immobilien : 2013 wird die Nachfrage nach Büroflächen sinken

Die schwächere Konjunktur in Deutschland hinterlässt erste Spuren bei der Vermietung von Büroflächen. Die bislang starke Nachfrage nach Büros in den Metropolen werde im nächsten Jahr abnehmen und damit auch die bisher dynamische Mietsteigerung bremsen, heißt es in einer am Mittwoch in Hamburg verbreiteten Studie der HSH Nordbank. Bei den Handelsflächen dagegen bleibe die Nachfrage wegen der guten Konsumstimmung und der positiven Einkommenserwartungen hoch, so dass sich die Mietzuwächse in diesem Markt stabil entwickeln.

Insgesamt steigen nach Ansicht der Experten die Risiken für Immobilien-Investments in den nächsten Jahren etwas an, bleiben aber noch auf einem überschaubaren Niveau. „Bei den Bürobauten zeichnet sich eine Wende ab; die Neubauten übertreffen 2013 die Nachfrage, und die Leerstände steigen wieder an“, meinen die HSH-Experten. Unter diesen Rahmenbedingungen sei mit Mietsteigerungen von 0,5 Prozent zu rechnen, also praktisch mit Stabilität.

Einzelhandelsflächen stehen dagegen weiterhin hoch im Kurs. Die Analysten der HSH Nordbank rechnen mittelfristig damit, dass die Umsätze des Einzelhandels schneller wachsen als die Verkaufsfläche und damit die Flächeneffizienz steigen wird. Im laufenden Jahr sollen so die Ladenmieten noch um 3,3 Prozent steigen, in den nächsten Jahren mit der Inflationsrate. Grundlage für die Aussagen der Hamburger Analysten sind die Marktdaten der zehn wichtigsten deutschen Immobilienmärkte.HSH NORDBANK] dpa

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