Immobilien : an Hartmann Vetter Berliner Mieterverein

Die Welt zu Gast bei Freunden

an Hartmann Vetter

Ich möchte während der Weltmeisterschaft meine Wohnung untervermieten. Was muss ich beachten?

Wenn Sie die Wohnung insgesamt vermieten wollen, so muss vorab die Zustimmung des Vermieters eingeholt werden. Wenn Sie ohne Erlaubnis vermieten, riskieren Sie eine Abmahnung, schlimmstenfalls auch eine fristlose Kündigung des Mietvertrages und damit den Verlust der Wohnung.

Wenn nur ein oder mehrere Zimmer untervermietet werden sollen, Sie also selbst in der Wohnung weiter anwesend sind, so muss der Vermieter die Zustimmung erteilen, wenn ein berechtigtes Interesse nach Abschluss des Mietvertrages entstanden ist. Ein paar Euro dazuverdienen zu wollen, ist ein solches allerdings nicht. Wenn aber beispielsweise durch Arbeitslosigkeit nach Beginn des Mietverhältnisses das Einkommen reduziert ist, dann ist das berechtigte Interesse zu bejahen und die Untervermietungserlaubnis zu erteilen. Auch hier ist die Erlaubnis vorab beim Vermieter einzuholen. Sonst riskiert man schon wegen dieses Versäumnisses eine Kündigung.

Die Einnahmen aus der Vermietung sind zu versteuern. In der Steuererklärung können dann die diesbezüglichen Ausgaben von den Einnahmen abgezogen werden.

Allerdings liegt keine Untervermietung vor, solange nur für die Zeit der Weltmeisterschaft ein Zimmer (kostenlos) überlassen wird. Besuch in der Mietwohnung aufzunehmen, gehört nämlich zum vertragsgemäßen Gebrauch, der keiner Erlaubnis durch den Vermieter bedarf. Wenn vier bis sechs Wochen nicht überschritten werden, gibt es keine Probleme. Wenn ein Aufwendungsersatz z.B. für Strom und Wasser gezahlt wird, ändert dies nichts am Besuchscharakter. Wenn allerdings Preise wie für Pensionen verlangt werden und die Vermittlung über Mitwohnzentralen oder Internet erfolgt, so liegt wieder eine Untervermietung mit den oben beschriebenen Einschränkungen vor. Foto: Steinert

0 Kommentare

Neuester Kommentar