Immobilien : Autobahnzufahrt für Mieter und Computer

RALF SCHÖNBALL

High-Tech-Bau eingeweiht / Die Konkurrenz ist großVON RALF SCHÖNBALLIm zähen Ringen um Mieter von Gewerberäumen ist Kreativität gefragt.Seit jeher Voraussetzung für Erfolge ist eine gute Lage, mithin gute Verkehrsverbindungen - seit kurzem entscheidend außerdem: ein Zubringer zur Datenautobahn.Das glaubt zumindest die Immobilientochter der deutschen Telekom (DeTeI), die in dieser Woche in Potsdam ihre "Comcity" eröffnete.Das Versprechen der DeTeI: Alle Mieter bekommen extraschnelle ATM-Netz-Anschlüsse, die Räume werden zudem mit der jeweils neusten Technik nachgerüstet. "Wir wünschen uns in erster Linie High-Tech-Unternehmen als Mieter", sagt Arno Rieder, Berliner Niederlassungsleiter der DeTeI.Mit diesem Wunsch steht er nicht allein: Mitten in der Stadt liegt das Focus-Teleport, das bereits zu Mauerzeiten hochmoderne Infrastruktur anbot, die High-Tech-Unternehmen wollten - das Areal ist fast voll vermietet.Mit dem Bauboom Anfang der neunziger Jahre kamen neue Mitbewerber hinzu: Die französischen Bankentochter Sogéprom baut am ehemaligen Grenzkontrollpunkt Dreilinden den "Europarc".In Babelberg baut die Cgis, wiederum ein französisches Unternehmen, ein High-Tech-Center, und im Osten der Hauptstadt wirbt der Wissenschaftsstandort Adlershof (Vista) innovative Unternehmen.Sie alle versprechen hochmoderne Vernetzung. Dafür werden die Mieter nicht einmal zur Kasse gebeten: Die digitale Ausstattung verbuchen sie unter dem Rubrum "Incentives", Maklerdeutsch für Geschenk.Die DeTeI verlangt rund 20 DM pro Quadratmeter Büro und Arno Rieder sagt: "Allein die Infrastruktur ist acht Mark wert".Ob die hartumkämpften Mieter das auch so sehen? Immerhin, die DeTeI kann mit ihrer Lage locken: An der Berliner Straße, die Potsdam mit Glienicke verbindet, arbeiten Mieter auf halbem Wege zwischen der Hauptstadt Brandenburgs und der Deutschlands.Dort liegt das 40 000 Quadratmeter große DeTeI-Grundstück, das mit 35 000 Quadratmetern Büros bebaut ist, die zu drei Vierteln von der Telekom selbst genutzt werden.

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