Immobilien : Baldrian – ein Lieferant für Naturarznei

W.H.

DER ROTE PUNKT

Jede Woche gibt der Botanische Garten eine Liste mit besonders sehenswerten Pflanzen heraus, die durch ihre Blüten oder auch Früchte beeindrucken. Sie sind auf dem Gelände oder in den Gewächshäusern mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Aus Platzgründen können wir nur jeweils ein Gewächs vorstellen. Der Garten ist täglich von 9 Uhr an geöffnet, die Gewächshäuser am Wochenende ab 10 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.bgbm.org .

Freiland. Wer Baldrian hört, denkt sofort an seine beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Doch wie die Pflanze aussieht, wissen die meisten Menschen nicht so genau. Gelegenheit den blühenden Echten Baldrian (Valeriana officialis) intensiv zu betrachten, gibt es im Botanischen Garten, und zwar sowohl im Wasser- als auch im Arzneipflanzengarten und in der Systematischen Abteilung. Die ursprüngliche Heimat des Baldrians liegt in Europa und Asien.

Bis in den August hinein zeigt Valeriana officialis ihre kleinen, trichterförmigen Blüten in endständigen Trauben. Sie sind weiß, hellrosa bis violett. Nach der Blüte erscheinen winzige Früchte an vier bis sieben Millimeter kleinen Flughärchen, so genannten Pappusborsten. Die Staude kann bis zu 150 Zentimeter hoch werden.

Baldrian ist eine seit vorchristlicher Zeit bekannte Heilpflanze. Auch heute wird aus den Wurzeln und Rhizomen Naturarznei gewonnen. Magische Kräfte wurden ihm im Mittelalter nachgesagt. Er wurde für Teufelsaustreibungen und zur Hexenabwehr verwendet. Und selbst die Germanen nutzten ihn als Heil- und Ritualpflanze. So leitet sich der deutsche Name von Baldur ab, dem germanischen Lichtgott, während Valeriana vermutlich aus dem lateinischen Wort valere = kräftig enstanden ist.

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