Bauen in Berlin und Brandenburg : Steigende Preise in der Hauptstadtregion

Der Rohbau und Ausbau von Ein- und Mehrfamilienhäusern wird immer teurer.

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Vorsicht Baustelle! Im August 2012 lagen die Preise für den Neubau von Mehrfamilienhäusern 23 Prozent höher als im Jahr 2005.
Vorsicht Baustelle! Im August 2012 lagen die Preise für den Neubau von Mehrfamilienhäusern 23 Prozent höher als im Jahr 2005.Foto: Foto: Armin Weigel/dpa

In Berlin und in Brandenburg sind die Baupreise im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen. Der Preis für den Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern stieg in Berlin um 2,8 Prozent. In Brandenburg waren neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser im Schnitt sogar um 4,3 Prozent teurer. Dies geht aus den Zahlen für den Monat August hervor, die das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag veröffentlichte.

Die Preisanstiege sind vor allem auf gestiegene Preise für Ausbau- und Rohbauarbeiten zurückzuführen, teilten die Statistiker mit.

Im Vergleich zum August 2012 stiegen die Preise für die Erstellung von Mehrfamilienhäusern in Berlin demnach gegenüber 2011 um 2,3 Prozent (Brandenburg: 4,7 Prozent). Die allgemeine Preisentwicklung lag in diesem Zeitraum bei 2,4 Prozent. Der Bau von Straßen kostete in Berlin 5,4 Prozent mehr, in Brandenburg lag dieser Wert bei 3,9 Prozent. Bürogebäude wurden in Berlin 2,5 Prozent teurer, in Brandenburg waren 4,4 Prozent mehr zu bezahlen.

Aufschlussreicher als der Monatsvergleich sei jedoch ein Mehrjahresvergleich, erklärte der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU). Hier zeige sich, dass die Baupreise für Mehrfamilienhäuser in Relation zum Basisjahr 2005 um durchschnittlich 23 Prozent gestiegen sind. Auch die Instandhaltung koste immer mehr: Hier seien die Preise seit 2005 um durchschnittlich 18 Prozent gestiegen.

Die Entwicklung der Bau- und Instandhaltungskosten verlaufe laut BBU damit weit überdurchschnittlich: Das allgemeine Preisniveau nahm in diesem Zeitraum nur um rund 14 Prozent zu, die Nettokaltmieten sogar nur um rund elf Prozent. „Bauen kostet immer mehr. Damit das nicht auf die Wohnkosten durchschlägt, wird Förderung immer wichtiger“, sagte BBU-Vorstand Maren Kern zum Zahlenwerk. „Das gilt sowohl für Neubau als auch für Modernisierungen. Auch das Land Berlin sollte sich hierüber Gedanken machen." Unter dem Dach des BBU sind 360 städtische, kommunale, genossenschaftliche, private und kirchliche Wohnungsunternehmen aus Berlin und Brandenburg vereint.

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