Baugruppe Kreuzberg : Wohin mit der Wanne?

Unsere Baugruppe plant Küchen und Bäder.

Wir sind dabei! Seit August vergangenen Jahres begleitet der Tagesspiegel eine Kreuzberger Baugruppe von der Idee bis zum Einzug.

Zur Erinnerung: In unserer Januar-Folge ging es um die Statik: Die Tiefgarage ragt über das Haus hinaus – können beide ein gemeinsames Fundament haben? Oder ist das wegen der ungleichmäßigen Belastung nicht möglich? Vier Monate später ist endlich klar: Ein gemeinsames Fundament funktioniert. Man macht eine Fuge im aufgehenden Mauerwerk, so dass Decke und Wände der Tiefgarage vom Haus getrennt sind.

In der vorerst letzten Folge Ende März berichteten wir über den Boden. Liegen dort noch Trümmer herum von einem Haus, das früher mal hier stand? Was ist mit dem Grundwasserspiegel? Wo stehen die Nachbarfundamente? Jetzt wissen wir: Trümmer gibt’s nicht, der Grundwasserspiegel allerdings ist tatsächlich ein bisschen hoch. Darum wird die Tiefgarage 20 Zentimeter höher gelegt, das spart man beim Keller wieder ein, der wird dann etwas niedriger. Schwieriger wird es mit den Nachbarfundamenten: Sie sind „im Großen und Ganzen so, wie wir sie nach den Archivplänen vermutet haben“, sagt Architekt Alois Albert. Aber: „Leider gibt’s da eine Abweichung beim Altbau zur Rechten. Bei dem reicht alles drei Meter tief – nur nicht die Wand neben unserer Durchfahrt, wo es zur Tiefgarage runtergeht. Da ist sie bloß einen Meter fünfzig tief.“ Schlecht für die Statik. Darum muss unsere Baugruppe das Fundament des Nachbarhauses so weit nach unten verlängern, wie das eigene reichen soll. Das heißt „Unterfangung“, ist teuer und kompliziert.

Unterdessen überlegen sich Architekt und künftige Bewohner die Raumaufteilung, Küchen und Bäder. Schon jetzt, denn Wände sowie Wasseranschlüsse müssen vor den Ausschreibungen feststehen. Um diese Individualplanung geht es in unserer heutigen Folge.

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