Immobilien : Bauherren machen Fehler über Fehler TÜV warnt: Schon bei der Planung geht viel daneben

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Kaum ein Hausbau verläuft reibungslos. Dabei lassen sich zahlreiche Fehler mit der richtigen Beratung vermeiden. Der TÜV Süd hat eine Liste klassischer Fehler beim Hausbau zusammengestellt.

So sind nach Erfahrungen der Experten vom Immobilien-TÜV viele Hauseigentümer über ihren Baugrund zu wenig informiert. Kaum einer könne sagen, wie weit sein Gebäude im Wasser steht. Diese Information sei aber schon vor Baubeginn nötig. Grund: Sich stauendem Wasser muss man etwa mit einer Drainage entgegenwirken und Erdfeuchte mit der richtigen Abdichtung.

Negativklassiker Nummer zwei: Die Arbeiten sind zu wenig abgestimmt. Mauer, Feuchteabdichtung, Putz und Außenanlagen – im Extremfall kümmern sich vier verschiedene Firmen oder Handwerker um diese Angelegenheiten, berichten die Fachleute. Die Folge: Misslingt die Abstimmung und fehlt eine detaillierte Planung für Wärmedämmung und Feuchteschutz, können Wasser- und Frostschäden die Folge sein. Auch eine zu geringe Abdichtung der Balkone zählt nach Erfahrung der Experten zu den besonders häufigen Baufehlern. Gleiches gilt für die Dachabdichtung. „Um Schimmel im Dachstuhl vorzubeugen, ist eine äußerst saubere Abdichtung vonnöten“, mahnen die Experten. Schon daumengroße Löcher in den Folienebenen könnten die Ursache für Tauwasseransammlung und damit Schimmelbildung sein.

Wer eine Gebrauchtimmobilie im Auge hat, kann die TÜV-Gutachter bestellen. Sie nehmen alles von der Eigentumswohnung bis zur Industrieimmobilie unter die Lupe. Bezahlt werden die TÜV-Sachverständigen nach der Honorarordnung der Architekten und Ingenieure. „Bei einem Einfamilienhaus für 350 000 Euro werden 1133 Euro fällig“, sagt Holger Busch von der TÜV-Tochter Immowert. Für das Geld nimmt der Sachverständige Wohnung, Haus und Keller gründlich in Augenschein. ddp/heid

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