Immobilien : Bausparkasse wirbt mit geringen Zinsen

MANFRED SCHULZE

Bausparen rechnet sich dieser Tage mit niedrigen Zinsen besser denn je.Wer diese Säule der Immobilienfinanzierung trotz der Baugeldpreise von rund fünf Prozent bei zehnjähriger Festschreibung in seine Überlegungen nicht einbezieht, kann unter Umständen vierstellige Beträge verschenken.Darauf weist zumindest die Bausparbranche hin, so etwa Harald Peter Herbell, Leiter der Wüstenrot-Direktion Ost.Sparen müsse jeder Bauherr ohnedies, denn Hypothekenbanken erwarten, daß Immobilienkäufer ein Eigenkapital von etwa 20 Prozent beim Erwerb eigener vier Wände mitbringen.

Besonders im Vorteil sieht Herbell das Bausparen, weil die Banken ihren Sparern heute nur noch etwa drei Prozent statt Anfang der Neunziger acht Prozent Zinsen zahlten.Damit falle ein Nachteil des Bausparens, die geringe Verzinsung in der Ansparzeit - bevor der Vertragnehmer in den Genuß des billigen Baugelds kommt - derzeit weniger ins Gewicht.Da die Marktauguren von steigenden Zinsen ausgingen, dürfte das Bauspardarlehen, wenn es erst einmal zugeteilt würde, mit Kreditkosten von etwas über vier Prozent konkurrenzlos günstig sein.Pech hat der Bausparer nur, falls sich die Niedrigzinsphase über viele Jahre hinziehen sollte.

Als Beleg für die Attraktivität des Bausparens führt der Wüstenrot-Direktor die Stiftung Warentest ins Feld.Diese habe bereits im November 1997 auf die Vorteile des Bausparens hingewiesen."Seither sind die Hypothekenzinsen nochmals um mehr als einen Prozentpunkt nach unten gerutscht, so daß sich der positive Effekt für Bausparer weiter verstärkt hat", sagt Herbell.Allerdings stiegen jüngst die Zinsen der Bausparhäuser um 0,15 Prozent.

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