Immobilien : Bauvorschriften bei Anbauten beachten Auch Häuser in zweiter Reihe müssen Abstandsflächen einhalten

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Wie bei der Erstbebauung eines Bauplatzes müssen bei der so genannten Hinterlandbebauung die Abstandsflächen zum Elternhaus und anderen Nachbarhäusern eingehalten werden. Darauf weist der Landesverband NordrheinWestfalen des Rings Deutscher Makler (RDM) hin. Außerdem müsse eine eigene Zufahrt zum Haus möglich sein.

Ausnahmen von diesen Vorschriften seien nur dann möglich, wenn für das Grundstück eine entsprechende Baulast eingetragen wird. Gibt es für das Areal bereits einen Bebauungsplan, müssten die darin enthaltenen Vorschriften eingehalten werden – etwa hinsichtlich der vorgeschriebenen Dachform oder der Etagenzahl.

Existiert kein Bebauungsplan, prüfe die Bauaufsichtsbehörde individuell, ob auf dem Grundstück ein weiteres Haus gebaut werden kann. Dazu sollten Bauherren eine Voranfrage mit Kurzbeschreibung ihres Bauvorhabens stellen. Hat die örtliche Behörde keine Einwände, müsse das Grundstück von einem vereidigten Ingenieur vermessen und parzelliert und ein ordentlicher Bauantrag gestellt werden.

Eltern sollten bei der „Hinterlandbebauung“ den Grundstücksanteil, auf dem ihre Kinder bauen, an sie verkaufen oder verschenken. Denn in Deutschland ist der Grundstückseigentümer Eigentümer der darauf befindlichen Gebäude. Dadurch gehöre das Eigenheim der Kinder rechtlich gesehen den Eltern, falls diese den Grund und Boden nicht formal an sie übertragen. Dies könne wichtig werden, wenn das Kind mit seinem Lebenspartner baut: Kommt es zur Trennung, verbliebe das Haus sonst beim Grundeigentümer – den Eltern. dpa/gms

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