Immobilien : Bei Finanzierung auf versteckte Kosten achten

Nullprozentfinanzierungen sind nicht immer günstig. Denn häufig verstecken sich Zusatzkosten in den Verträgen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Thüringen in Erfurt hin. So bieten Geldinstitute einen zinslosen Kredit mitunter in Kombination mit einer Restschuldversicherung an. Diese Police kostet allerdings Geld. Tritt der Versicherungsfall ein, kommt sie für die noch offene Restschuld auf. Der Abschluss einer solchen Versicherung ist freiwillig. Verbraucher können dieses Angebot deshalb ausschlagen. Teurer kann es auch werden, wenn eine einmalige Gebühr oder eine regelmäßige Kontoführungsgebühr für das Darlehen verlangt wird.

Wer jetzt eine Wohnung oder ein Haus kauft oder baut, sollte die Zinsen für die Finanzierung möglichst lange festschreiben. Mit derzeit möglichen Konditionen von rund 2,7 Prozent für zehnjährige Darlehen ist Baugeld heute nur etwa halb so teuer wie vor fünf oder zehn Jahren. „Wir empfehlen Zinsbindungen von mindestens zehn, besser 15 oder 20 Jahren“, so Baufinanzierungsexperte Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Zudem sei eine hohe Tilgung von anfänglich zwei, besser drei Prozent sinnvoll – damit das Darlehen in einer überschaubaren Zeit abbezahlt werden kann, möglichst bis zum Rentenbeginn. Absolute Planungssicherheit erhalten Darlehensnehmer mit Volltilgerdarlehen. Tsp/dpa

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