Berliner Bürovermietungsmarkt : Vermietung von Büroflächen auf Rekordniveau

Die Nachfrage ist 2012 noch einmal gestiegen – Segmente über 5000 Quadratmetern gefragt wie nie.

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Rund ums Büro. Der Potsdamer Platz bleibt mit Spitzenpreisen von 22 Euro je Quadratmeter der teuerste Bürostandort in Berlin.
Rund ums Büro. Der Potsdamer Platz bleibt mit Spitzenpreisen von 22 Euro je Quadratmeter der teuerste Bürostandort in Berlin.Foto: Michael Urban/ddp

Der Berliner Bürovermietungsmarkt hat zum Ende des Jahres ein Rekordhoch erreicht: 630 000 Quadratmeter wurden vermietet. Dies jedenfalls ergaben Berechnungen der Abteilung Immobilien-Research des Immobiliendienstleisters Grossmann & Berger. Den Angaben zufolge stieg der Flächenumsatz gegenüber dem Vorjahresergebnis um fünf Prozent. Allein im dritten Quartal 2012 seien in Berlin 156 000 Quadratmeter Bürofläche vermietet worden, berichtete das Unternehmen.

Im Flächensegment über 5000 Quadratmeter wurden 2012 in Berlin 15 Abschlüsse mit einem Gesamtflächenvolumen von rund 207 600 Quadratmetern registriert. Verglichen mit 16 Vertragsabschlüssen im Vorjahreszeitraum nahm der Anteil am Flächenumsatz in diesem Segment bei einer gleichzeitig sinkenden Zahl von Abschlüssen von knapp 28 Prozent auf knapp 34 Prozent zu. Ausschlaggebend hierfür waren insgesamt sieben Verträge im Flächensegment über 10 000 Quadratmeter.

BNP Paribas Real Estate, Immobilienberater und Teil des Finanzdienstleisters BNP Paribas, kam zu ähnlichen Ergebnissen für das abgelaufene Jahr. „Eine wesentliche Rolle haben bei diesem Ergebnis mehrere Abschlüsse mit jeweils deutlich über 10 000 Quadratmeter – sowohl von der öffentlichen Hand als auch der Privatwirtschaft – gespielt. Über ein Drittel des Umsatzes entfällt auf diese Kategorie. Der Leerstand nimmt weiter ab, wobei bei den modernen Flächen noch nie zuvor ein geringeres Angebot verzeichnet wurde als zum Jahreswechsel 2012/2013“, so Jan Dohrwardt, Berliner Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH.

An der Verteilung der stärksten Branchen in Berlin hat sich auch im Hinblick auf das Gesamtjahr 2012 wenig geändert. Ebenso wie im dritten Quartal und im Vorjahreszeitraum liegt die Branche Öffentliche Verwaltung/Verbände/Kirchen mit einem Anteil von rund 20 Prozent am Gesamtflächenumsatz auf dem ersten Platz. „Grund hierfür ist die große Aktivität von Ministerien, Arbeitsagenturen und Verbänden, die in der Bundeshauptstadt im Vergleich zu anderen Städten mit Eigennutzerbaustarts und Anmietungen besonders präsent sind“, so Ulrich Denk aus dem Research-Team bei Grossmann & Berger.

In Berlin sind den Angaben zufolge aktuell rund 1,1 Millionen Quadratmeter Bürofläche kurzfristig verfügbar, 14,4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Leerstandsquote liegt bei einem Büroflächenbestand in Höhe von 18,56 Mio. Quadratmetern derzeit bei 5,9 Prozent inklusive Untermietflächen gegenüber 7,0 Prozent im Vergleichszeitraum. Damit verringerte sich der Leerstand, der seit dem Jahr 2004 eine sinkende Tendenz aufweist, im dritten Jahr in Folge.

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