Berliner Niederlassung : BMW-Zentrale am Messedamm soll kommen – irgendwann

Ginge es nach den 2008 vorgestellten Plänen, so würde in wenigen Wochen auf dem Grundstück Kaiserdamm 90–94/ Messedamm 1 die neue Zentrale der Berliner BMW-Niederlassung eröffnet werden. Doch auf dem Areal haben noch nicht einmal die Bauarbeiten begonnen.

 „Wir haben das Projekt aufgrund der Wirtschaftskrise auf unbestimmte Zeit verschoben“, sagt BMW-Sprecher Alexander Bilgeri.

Dabei hatte BMW-Niederlassungsleiter Hans-Reiner Schröder bei der damaligen Präsentation der Pläne den Neubau noch als „klares Bekenntnis von BMW zum Standort Berlin“ gewertet. Vorgestellt wurde ein rund 80 Millionen Euro teurer gläserner Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von gut 40 000 Quadratmetern. Das Gebäude sollte eigene „Markenwelten“ für BMW und Mini beinhalten und auch Gebrauchtwagenverkauf und Serviceabteilung integrieren. Vorgesehen war, im Gegenzug den alten Hauptbetrieb des Münchner Autobauers in der Moabiter Huttenstraße zu schließen.

All das ist laut Sprecher Bilgeri noch immer in unveränderter Form beabsichtigt – doch einen Zeitplan für die Realisierung des Vorhabens gibt es nicht. Die Berliner Zentrale stelle jedoch für den Konzern das wichtigste Bauvorhaben in Deutschland dar, versichert Bilgeri.

Mit dieser Verzögerung wird die von wenig Erfolg gekrönte Planungsgeschichte für das Grundstück Kaiser-/ Ecke Messedamm um ein weiteres unrühmliches Kapitel reicher. Nachdem die damalige Landesversicherungsanstalt in den 1980er Jahren ihr Verwaltungsgebäude aufgegeben hatte, ging das Areal an die Berliner Volksbank. Die ließ das Verwaltungsgebäude abreißen und kündigte an, auf dem Grundstück ihre neue Zentrale zu errichten. Stattdessen zog sie aber 1998 in einen der Neubauten am Potsdamer Platz (den sie mittlerweile längst wieder verlassen musste). Auch Planungen für ein Hotel am Messedamm verliefen im Sande. Man sieht: Bauprojekte pflegten auch schon vor der großen Finanzmarktkrise des Öfteren zu scheitern. ch

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