Immobilien : Berliner Tagesspiegel

Kurz notiert vom 8.Juni 1997 Wohngeldnovelle überfällig Seit sieben Jahren wurde trotz ständig steigender Mieten das Wohngeld nicht mehr erhöht.Bundesbauminister Töpfer hatte eine Novelle zwar für den Juli angekündigt, die allerdings nach Einschätzung sowohl von Mieter- als auch Vermieterverbänden nicht in Sicht ist.Auch der Gesamtverband der Wohnungswirtschaft (GdW) bedauert dies als "wohnungpolitischen Rückschritt".Der GdW, Vertreter von rund 3100 Wohnungsunternehmen mit rund 7,1 Millionen Wohnungen, fordert, "den Rechtsanspruch auf ein adäquates Wohngeld im Wohnungsgesetzbuch zu verankern. 1996 in Berlin mehr Wohnungen fertiggestellt 1996 wurden in Berlin insgesamt 22 744 Wohnungen bezugsfertig.Das bedeutet eine Zunahme von 43,5 Prozent (6892) Wohnungen gegenüber dem Vorjahr.Im Ostteil der Stadt meldeten die Bauämter 15 143 Wohnungen, was nahezu einer Verdopplung gegenüber 1995 bedeutet (98,7 Prozent, 7521 Wohnungen).In den westlichen Bezirken wurden 7601 Wohnungen fertiggestellt, was gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 7,6 Prozent (629 Wohnungen) entspricht.Die größte Zahl wurde mit 3671 Wohnungen in Weißensee bezugsfertig, darunter 3612 im Neubau. Siedlungsfläche verdoppelt Auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik hat sich in den letzten 40 Jahren die Siedlungsfläche nahezu verdoppelt.Täglich würden durchschnittlich 100 bis 120 Hektar Fläche neu bebaut.Das entspricht einer Größe von 100 bis 120 Fußballfeldern.Dies stellte die Enquete-Kommission "Schutz des Menschen und der Umwelt" des Bundestages in ihrem Zwischenbericht fest.Die Abgeordneten fordern, den Flächenverbrauch drastisch zu reduzieren und die Zersiedelung der Landschaft zu beenden.Umbauten und Investitionen in die Erhaltung von Gebäuden müßten im Vergleich zu Neubauten wesentlich billiger werden.Zudem sollten mehr "bedarfsgerechte" Wohnungen für ältere Menschen sowie für große Haushalte gebaut werden.alo

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