Immobilien : Berliner Tagesspiegel

Kurz notiert vom 22.Juni 1997 Bauinvesitionen Die Bauinvestitionen im ersten Quartal dieses Jahres nahmen gegenüber dem letzten Quartal leicht zu.Der Anstieg war in Ostdeutschland mit 2,5 Prozent höher als in Westdeutschland (1 Prozent), ermittelte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung.Allerdings sei zum Jahresende 1996 in Ostdeutschland "der Fertigungsdruck vor allem im Wohnungsbau sehr hoch" gewesen, weil viele Bauherren noch die günstigen Abschreibungsmöglichkeiten genutzt hatten.Dies verdecke zur Zeit die "deutlich abwärts gerichtete Grundtendenz im deutschen Baugewerbe", so das DIW.Der starke Wettbewerb sei hingegen schon seit längerem in der Preisentwicklung zu erkennen.Seit Frühjahr 1996 seien die Preise deutlich rückläufig und lägen sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland nun schon mehr als ein Prozent unter dem Niveau des letzten Quartals. Dachgeschoßausbau "Dachgeschoßausbauten dürfen nicht als Ersatzraum für die Zweckentfremdung von Wohnraum an anderer Stelle genutzt werden." Dies teilte das Bezirksamt Kreuzberg nach einem Verwaltungsgerichtsurteil vom Mai mit (Az.VG 13 A 435/95).Das Bezirksamt würde sein Ermessen nicht mißbrauchen, wenn es die Baugenehmigung an eine "modifizierte Auflage" binde.Da kein Rechtsanspruch auf eine Baugenehmigung bestünde, wäre es möglich, die Nutzung von Dachwohnungen als Ersatzwohnraum auszuschließen.Ziel des Bezirksamtes sei immer gewesen, so die Mitteilung, "teure Dachgeschoßwohnungen nur als zusätzliches Wohnungsangebot zu den preiswerten Altbauwohnungen zuzulassen".Hintergrund des Rechtsstreites ist, daß Hauseigentümer aus Gründen einer höheren Rendite Wohnraum vozugsweise im 1.Stock in Gewerberaum umwandelten, um dort beispielsweise Arzt- oder Anwaltspraxen anzusiedeln, mit denen höhere Mieten zu erzielen sind als mit Wohnraum.Für den Verlust einer solchen Wohnung stellten Eigentümer Ersatzwohnraum zu Verfügung, beispielsweise durch den Ausbau von gleichfalls teuer vermietbaren Dachgeschossen.Die endgültige Klärung dieser Rechtsfrage sei allerdings erst durch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts zu erwarten. alo

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