Immobilien : Berliner Tagesspiegel

Kurz notiert vom 20.Juli 1997 Hausratsversicherungen zahlen im Schadenfall nur dann, wenn der Schaden nicht grob fahrlässig oder gar vorsätzlich herbeigeführt wurde.Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) hin.Wer bei längerer Abwesenheit die Wohnungstür beispielsweise nur ins Schloß fallen lasse, "darf sich nicht wundern, wenn sich im Falle eines Einbruchdiebstahls die Hausratversicherung weigert, den Schaden zu ersetzen", so die AgV.Voraussetzung für die Zahlung seitens des Versicherers seien auch bestimmte Sicherheitsvorkehrungen.Bei Versicherungssummen bis zu 150 000 Mark verlangten die Gesellschaften zumindest ein Sicherheitsschloß an der Außentür.Für Wohnungen im Erdgeschoß seien teilweise noch abschließbare Riegel für Fenster, Balkon- und Terrassentüren sowie Rolläden mit Sperrvorrichtung vorgeschrieben.Einige Unternehmen forderten außerdem eine Sicherung der Kellerfenster.Die Experten der Verbraucherverbände betonen zudem, eine nachträgliche Änderung der Sicherheitseinrichtungen "der Gesellschaft auf jeden Fall schriftlich" mitzuteilen.Gleiches gelte, wenn die Wohnung länger als 60 Tage nicht bewohnt werde.alo Kinderwagen Bei Eltern von Kleinkindern, die in oberen Stockwerken wohnen, kann der Kinderwagen schon einmal zum Problem werden.Praktisch ist es da, den Wagen im Hausflur im Erdgeschoß abzustellen, denn Mietern in den oberen Stockwerken ist das Abstellen des Kinderwagens im Parterre erlaubt. Das mußte jetzt auch ein Hausbesitzer einsehen, der für das Kinderwagen-Problem kein Verständnis zeigte und auf Unterlassung des Abstellens eines Kinderwagens zwischen 20 Uhr und 8 Uhr klagte.Das zuständige Amtsgericht in Frankfurt am Main wies die Klage mit der Begründung zurück, daß es Mietern im zweiten Stock nicht zuzumuten sei, ihren Kinderwagen ständig rauf- und runterzutragen (AG Frankfurt/Main, Az: 33 C 361/97-27).ddpADN Sanierungsbedarf Rund neun Milliarden Mark haben die Mitglieder des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) in den Jahren 1991 bis 1996 für die Erhaltung und Verbesserung ihres Wohnungsbestandes ausgegeben.Damit seien 335 000 Wohnungen vollständig oder teilweise modernisiert worden, allein 1996 mehr als 65 000.Die Kosten für den weiteren Sanierungsbedarf beziffert der BBU mit rund 29 Milliarden Mark.alo

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