Immobilien : Berliner Tagesspiegel

Kurz notiert vom 3.August 1997 75 000 BfA-Wohnungen sollen verkauft werden Trotz der schwierigen Haushaltslage kämen nach Meinung des Bonner Haushaltsausschuß "Panikverkäufe" öffentlichen Eigentums nicht in Frage.Auch Wohnungen aus dem Beteiligungsvermögen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte dürften nicht "verschleudert" werden.Die BfA will in den kommenden Monaten über die Verwertung von 75 000 Wohnungen entscheiden.Ein Verkauf von Einzelwohnungen stehe wegen des zu erwartenden Aufwandes nicht zur Debatte, deshalb komme nur die Einschaltung von Großinvestoren in Frage.Geplant sei allerdings, zunächst den Mietern ihre Wohnungen zum Kauf anzubieten.Die BfA will mit dem zu erwartenden Milliardengeschäft ihre Beitragszahler entlasten.Die SPD-Fraktion warnte davor, dieselben Fehler wie beim Verkauf der Deutschbau zu machen.Im Fall der bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft sei das Finanzministerium "ausgesprochen unprofessionell" vorgegangen, heißt es in Bonn.alo Anwälte warnen vor "Nulltarifmietern" Wer umzieht, muß oft über Monate zwei Mieten bezahlen.Die Zwischenlösung Untervermietung kann aber teuer werden, mahnt der Deutsche Anwaltverein.Der Mieter müsse sich dessen bewußt sein, daß er für alle Kosten und Schäden, die der Untermieter verursacht, allein einzustehen hat.Immerhin könnten sich die finanziellen Verhältnisse des Untermieters verschlechtert haben.Der Mieter könnte aber auch Opfer eines "Nulltarifmieters" geworden sein, der es nur darauf angelegt hat, die Unerfahrenheit des "Hauptmieters" auszunutzen.Die Räumungsklage des Vermieters hat erst Aussicht auf Erfolg, wenn die Miete für zwei Monate aussteht.Nutzt ein einkommens- und vermögensloser Untermieter alle Rechtsmittel aus, so summieren sich die Mietrückstände rasch auf eine Jahresmiete.Hinzu kommen Anwalts- und Gerichtskosten für die Räumungsklage in zwei Instanzen, Vollstreckungskosten sowie die Kosten zur Beseitigung etwaiger Schäden.ddp/ADN Investitionen der GdW in Milliardenhöhe Insgesamt 15 Milliarden Mark haben die 1260 im Gesamtverband der Wohnungswirtschaft (GdW) organisierten ostdeutschen Wohnungsunternehmen 1996 in die Reparatur maroden Wohnraums investiert.Damit seien im vergangenen Jahr rund 460 000 Wohnungen modernisiert worden, seit 1990 insgesamt 800 000 und somit ein Viertel des kommunalen und genossenschaftlichen Bestandes.Eine weitere Million Wohnungen (30 Prozent) wurde teilmodernisiert.Das Investitionsvolumen von 1990 bis 1996 belaufe sich auf rund 70 Milliarden Mark.Hinzu kamen seit 1991 etwa 45 000 neue Miet- und Eigentumswohnungen.GdW-Präsident Jürgen Steinert schätzt den verbleibenden "investiven Nachholbedarf auf mehr als 100 Milliarden Mark".Steinert: "Die Mieter von rund 1,4 Millionen Wohnungen, das sind 45 Prozent des Bestandes, warten nach wie vor darauf, daß sich ihre Wohnsituation entscheidend verbessert." alo

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