Immobilien : Berliner Tagesspiegel

Kurz notiert vom 9.November 1997 Bankbelege Anders als Firmen sind Privatpersonen nicht verpflichtet, Kontoauszüge, Quittungen und Rechnungen aufzubewahren.Gleichwohl sollte man sie am Jahresende nicht einfach wegwerfen, denn viele alltägliche Rechtsgeschäfte verjähren erst nach zwei Jahren.Bei regelmäßig wiederkehrenden Leistungen beträgt diese Frist sogar vier Jahre, bespielsweise auch bei Wohnungsmieten.Deshalb empfiehlt es sich, Bankbelege eine Weile zu archivieren, um etwaige ungerechtfertigte Ansprüche abzuwehren und Mietzahlungen belegen zu können. Ohne Kanalisation Aufgrund der Gebäude- und Wohnungszählung wurde ermittelt, daß nur 53 Prozent der zwischen 1991 und 1995 neu errichteten rund 5 200 Gebäude an die Entsorgungsleitungen angeschlossen sind.Die übrigen begnügen sich mit Klärgruben und Auffangbehältern.96 Prozent der Neubauten sind mit Sammelheizung ausgestattet, darunter drei Viertel mit einer Zentralheizung.Als Energiequelle wird am häufigsten Gas genutzt (58 Prozent).Demgegenüber wurden die Nachkriegsbauten 1995 zu 18 Prozent mit Öfen beheizt, im Durchschnitt aller Wohngebäude im Ostteil der Stadt war es sogar jedes dritte Haus. Neubauten In den östlichen Bezirken wurden von 1989 bis 1995 insgesamt 41 762 Neubauwohnungen fertiggestellt, davon 37 332 in den Bezirken, die an das Land Brandenburg angrenzen: Weißensee, Pankow, Marzahn, Hohenschönhausen, Hellersdorf, Köpenick und Treptow.In den Innenstadtbezirken Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Lichtenberg entstanden im selben Zeitraum 4 430 Wohnungen.1996 wurden in Berlin rund 22 000 Wohnungen fertig, heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage. Restitutionsansprüche Von den ursprünglich rund 638 000 restitutionsbehafteten Wohnungen, die fast ausschließlich von kommunalen Wohnungsunternehmen verwaltet werden, seien zwischenzeitlich 278 000 an die Alteigentümer zurückgegeben und in 46 000 Fällen auf Verbleib bei den Wohnungsunternehmen entschieden worden, heißt es beim Gesamtverband der Wohnungswirtschaft (GdW).Damit seien 51 Prozent der bislang bekannten Anträge abschließend bearbeitet.Für 313 000 Restitutionsanträge lägen allerdings "noch immer keine Bescheide vor".Einem neuen Gesetz zufolge mit dem ellenlangen Namen "Wohnraummodernisierungssicherungsgesetz" sollen nunmehr die Investitionen auch im restitutionsbefangenen Bestand erleichtert werden.Demnach können künftig bis zu 50 000 Mark je Wohnung investiert werden, die der Alteigentümer, wenn der Anspruch zu seinen Gunsten entschieden wird, dem Investor zurückerstatten muß.Das Verfahren sei allerdings sehr "zeit- und verwaltungsaufwendig", meint der GdW, so daß die Praxis zeigen werde, ob "sich die neuen Regelungen bewähren".

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