Immobilien : Besser als Bohren: Schlüssel-Dienst für jeden Tag

Ausgesperrt: Worauf man dann achten sollte. Und wie man vorbeugen kann

Schlüssel, Handy, Portemonnaie: Wer das Haus verlässt, der muss an einiges denken, bevor er die Tür hinter sich zuzieht. Gerade früh morgens ist die Zeit aber meist sehr knapp. In Eile, Hektik oder Stress kann es dann schon vorkommen, dass das ein oder andere zu Hause liegen bleibt. In der Regel lässt sich das verschmerzen. Bitter wird es allerdings, wenn man sich aus Versehen ausgesperrt hat. Aber immerhin: Es gibt Tipps, wie man größeren Unannehmlichkeiten vorbeugen und im Notfall die Kosten für den Schlüsseldienst gering halten kann.

Der Klassiker ist natürlich, vorzusorgen und einen Ersatzschlüssel bei vertrauenswürdigen Nachbarn, Freunden oder beim Hausmeister zu hinterlegen. Allerdings sollte man ihn auf gar keinen Fall im Blumentopf, unter der Fußmatte oder im Garten verstecken, rät Immonet.de. Denn auch wenn der Gedanke nahe liegt, dass ein Einbrecher niemals den Schlüssel in einem ausgehöhlten Stein im Gemüsegarten vermuten würde: Profis kennen solche Verstecke. Auch ist es möglich, dass man schon beim Verstecken beobachtet worden ist. Deshalb sollte man lieber auf die klassische Variante setzen und den Ersatzschlüssel sicher von Bekannten aufbewahren lassen.

Außerdem gibt es Tricks, die es zumindest unwahrscheinlicher machen, dass Wichtiges in der Wohnung liegen bleibt. Eingeübte Rituale sind zum Beispiel hilfreich. Sie stellen sicher, dass Schlüssel und Papiere in der Tasche stecken, wenn die Haustür zuklappt. Eine Möglichkeit ist es, bei der Ankunft im eigenen Zuhause grundsätzlich den Schlüssel von innen in das Türschloss zu stecken und abzuschließen. Beim Aufschließen muss man ihn automatisch in die Hand nehmen – so vermeidet man, ohne ihn aus dem Haus zu gehen. Oder man klebt einen Zettel in greller Farbe an die Haustür, der daran erinnert, den Schlüssel nicht zu vergessen. Ein weiteres Szenario, das viel Zeit und Nerven rauben kann, ist ein Schlüsselbund, der unauffindbar verkramt ist. Deshalb sollte man den Bund grundsätzlich an einem festen Platz aufbewahren und ihn nicht nach Belieben mal in der Tasche, mal im Regal und mal auf dem Schreibtisch verwahren.

Allerdings kommen all diese guten Ratschläge zu spät, wenn die Tür erst einmal zugeschlagen ist und sich der Schlüssel nicht in der Tasche befindet. Dann ist der Schlüsseldienst die letzte Rettung – und das wird in der Regel teuer. Bei der Auswahl des Handwerkers sollte man deshalb Vorsicht walten lassen. Gerade große Anzeigen in den Gelben Seiten sind verdächtig. Stattdessen sollte man lieber mehrere Anbieter anrufen und sich vorab nach den Konditionen erkundigen. Ideal ist es, einen Anbieter aus der unmittelbaren Nähe zum Zug kommen zu lassen, denn das hält die Kosten niedrig. Notdienste unter der örtlichen Telefonnummer dürfen nur An- und Abfahrt innerhalb der Ortsgrenzen in die Rechnung einfließen lassen. Seriöse Schlüsseldienste rechnen außerdem nach Pauschalen ab. Deshalb sollte man immer vorab nachfragen, ob es sich um den Endpreis handelt, also ob Anfahrt und Mehrwertsteuer inbegriffen sind. Und: In 90 Prozent aller Fälle ist die Tür nur zugefallen, aber nicht verschlossen. Man sollte in diesen Fällen das Aufbrechen der Tür ablehnen. In der Regel lässt sie sich materialschonender öffnen. Teurer wird es in der Regel, wenn sich das Malheur außerhalb der normalen Geschäftszeiten ereignet hat. Die Zuschläge können bis zu 150 Prozent betragen.

Ganz Vorsichtige präparieren sich übrigens für den Ernstfall und suchen schon einen vertrauensvollen Schlüsseldienst aus, bevor die Tür aus Versehen ins Schloss gefallen ist. Wer dann die Nummer des Schlossers seines Vertrauens schon im Vorfeld im Handy abgespeichert hat, der nimmt dem „Schlüssel-Erlebnis“, ausgesperrt zu sein, einen großen Teil seines Schreckens.Tsp

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