Immobilien : Billiges Baugeld vom Bund

Wie die bundeseigene KfW Grundeigentümer beim Bauen und Sanieren unterstützt

Ralf Köpke

Auf drei Buchstaben kommen die Kreditberater der Spar- und Darlehenskassen nicht allzu gerade gerne zu sprechen: KfW. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Seit Anfang des Jahres präsentiert sie zusammen mit dem zweiten Bankinstitut des Bundes, der Deutschen Ausgleichsbank, einen Teil ihrer Arbeit auch als „Die Mittelstandsbank“.

Dank ihrer Eigentümerstruktur kann die KfW Bauherren und Eigentümer sanierungsbedürftiger Häuser zinsverbilligte Förderkredite anbieten. Deren Konditionen liegen meist rund drei Prozentpunkte unter dem allgemeinen Zinsniveau. Wer einen Kredit von der KfW haben will, muss sich jedoch an seine Hausbank wenden. Doch die Hausbank profitiert kaum von der Weitergabe des billigen Baugeldes. Daher informiert sie Kunden ungern über die günstigen KfW-Konditionen, zumal der Schuldner dann weniger Geld von der Hausbank braucht.

Die KfW bietet ein Wohneigentumsprogramm für den Bau oder den Erwerb von selbst genutzten Eigenheimen sowie Eigentumswohnungen. Zudem bietet sie ein 100000 Dächer-Solarstromprogramm für den Bau oder die Erweiterung von Photovoltaikanlagen auf Immobilien. Darüber hinaus hat die KfW zwei wohnwirtschaftliche Kreditprogramme unter dem Titel „CO2-Minderung“ und „CO2-Gebäudesanierung“ im Angebot. Diese Programme sind deshalb attraktiv, weil der Nutznießer die Förderkredite mit anderen öffentlichen Programmen kombinieren kann. Außerdem muss der Darlehensnehmer die ersten drei Jahre lang die Schulden bei der KfW nicht zurückzahlen.

Für das Sanierungsprogramm wurden eigens drei „Maßnahmenpakete“ gebildet, die auf die Erneuerung der Heizung, die Wärmedämmung der Außenwände und die Erneuerung der Fenster zugeschnitten sind. Die mit den Krediten finanzierten Sanierungsmaßnahmen müssen zu einer jährlichen Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen um mehr als 40 Kilogramm pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche führen.

Bislang hat das „CO2-Gebäudesanierungs“-Programm, das aus den Zinsgewinnen der Versteigerung der UMTS-Lizenzen vor gut zweieinhalb Jahren finanziert wird, allerdings nicht den von den rot-grünen Bundestagsfraktionen erwarteten Zuspruch gefunden. Deshalb bietet die KfW seit Jahresbeginn ein viertes Maßnahmenpaket an. Dieses subventioniert die Dämmung der Außenhülle von Gebäuden. Das Programm verzichtet auf die bislang geforderte Heizungssanierung. Darüber hinaus bietet die KfW nun auch Kredite für Projekte, die nur zu einer geringeren CO2-Reduktion führen. Die Kreditsumme ist hier aber geringer.

Weitere Infos unter: www.kfw.de Telefon: (01801) 33 55 77 sowie www.oekoline.net

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