Immobilien : Blätter wie Münzen: das Pfennigkraut

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DER ROTE PUNKT

Jede Woche gibt der Botanische Garten eine Liste mit besonders sehenswerten Pflanzen heraus, die durch ihre Blüten oder Früchte beeindrucken. Sie sind auf dem Gelände oder in den Gewächshäusern mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Aus Platzgründen können wir nur jeweils ein Gewächs vorstellen. Der Garten ist täglich von 9 Uhr an geöffnet, die Gewächshäuser am Wochenende ab 10 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.bgbm.org .

Freiland . Besonders Teichbesitzern dürfte das vom Botanischen Garten als „Pflanze der Woche“ ausgewählte Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) nur allzu bekannt sein. Denn es wird gern zum Kaschieren von Teichrändern angepflanzt. Und so ist das hübsche Kraut mit seinen pfennigförmigen glänzenden Blättchen auch im Sumpf und Wassergarten gleich hinter dem Botanischen Museum zu finden. Doch nicht nur am Wasserrand, sondern auch als Bodendecker im Halbschatten überzieht dieses robuste Primelgewächs (Primulaceae) mit seinen langen, niederliegenden Trieben sehr schnell größere Flächen. Denn die Ausbreitung der sattgelb blühenden Staude erfolgt überwiegend ungeschlechtlich über Wurzelausläufer. Das heißt, wenn es zur Fruchtbildung kommt, sorgt der Samen für Selbstableger. Zehn bis 50 Zentimeter Höhe kann die Pflanze erreichen. Man findet sie in der Natur auf frischen oder feuchten, nährstoff- und basenreichen Lehm- und Tonböden in der submediterranen bis gemäßigten Zone Europas – von der Ebene bis in den mittleren Gebirgslagen.

Sowohl der deutsche als auch der wissenschaftliche Name des Pfennigkrauts bezieht sich auf die rundlichen, münzenähnlichen Blätter. Die Gattung Lysimachia wurde allerdings nach dem griechischen Feldherrn Lysimachos, dem Leibwächter Alexander des Großen benannt und lässt sich mit „die Besänftigende“ übersetzen. Der Artname nummularia leitet sich vom lateinischen Wort nummus = Münze, Geld ab.

Andere alte Namen weisen auf die Verwendung des Pfennigkrauts als Heilpflanze hin, wie etwa „Kreisend Wundkraut“, „Mundfäulkraut“ oder auch „Nagelkraut“. Letztere Bezeichnung bezieht sich allerdings auf eine Klauenkrankheit, nämlich den „Nagel“, der Haustiere. W.H.

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