Immobilien : Blühfreudiges Blaukissen

Brigitte Zimmer

DER ROTE PUNKT

Jede Woche gibt der Botanische Garten eine Liste mit besonders sehenswerten Pflanzen heraus, die durch einen roten Punkt gekennzeichnet sind. Weitere Informationen im Internet unter www.bgbm.org.

Freiland . Sicher ist vielen Gartenliebhabern das „Gewöhnliche Blaukissen“ (Aubrieta deltoidea) bekannt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war diese Gebirgspflanze jedoch meist nur in Botanischen Gärten anzutreffen. Entdeckt wurde sie im Jahre 1700 auf der Insel Kreta vom französischen Botaniker Joseph Pitton de Tournefort während seiner Orientreise. Auf dieser Reise wurde er vom königlichen Kabinettsmaler und Zeichner Claude Aubriet begleitet, nach welchem die Gattung Aubrieta benannt wurde.

Die etwa 13 Arten des Blaukissens sind niedrige, matten- oder kissenbildende Stauden.

Von April bis Juni erscheinen die großen, deutlich gestielten Blüten. Anders als der Name Blaukissen vermuten lässt, sind die Blüten nie rein blau gefärbt, sondern rot- oder blauviolett, selten weiß. Die Zugehörigkeit zur Familie der Kreuzblütler kann man leicht an den charakteristisch über Kreuz angeordneten vier Kelch- und vier Kronblättern erkennen.

Im Botanischen Garten ist das „Gewöhnlichen Blaukissen“ (Aubrieta deltoidea) in der Abteilung Nordgriechische Gebirge in der Pflanzengeografie zurzeit in voller Blüte.

Blaukissen sind gut geeignet für Mauern, Steingärten sowie als Bodendecker für sonnige Böschungen. Der Boden sollte gut drainiert, mäßig nährstoffreich, neutral bis alkalisch sein. Um einen kompakten Wuchs zu erzielen, schneidet man die Pflanzen nach der Blüte zurück. Eine Vermehrung durch Stecklinge im Früh- oder Hochsommer gelingt besser als eine Teilung der Pflanzen im Herbst.

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