Brandenburg : Weniger Immobilienkäufe in Brandenburg

Der Immobilienmarkt in Brandenburg hat sich im vergangenen Jahr rückläufig entwickelt. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht 2009 hervor, den das Innenministerium am Donnerstag in Potsdam vorstellte. Demnach sank die Zahl der Kaufverträge für Immobilien im Vergleich zu 2008 um sechs Prozent auf rund 35 600. Die verkaufte Gesamtfläche verringerte sich um neun Prozent auf rund 62 000 Hektar. Der Umsatz ging um elf Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurück.

Der Markt entwickelte sich dabei unterschiedlich. Während beim Wohneigentum kaum Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr auftraten, liefen die Geschäfte bei Renditeobjekten wie Mehrfamilienhäusern, Bürogebäuden und Gewerbeflächen schlechter. Ein „regelrechter Preisboom“ war dagegen den Angaben zufolge bei den land- und forstwirtschaftlichen Flächen zu verzeichnen.

Die Durchschnittspreise für Einfamilienhausgrundstücke blieben mit 67 Euro je Quadratmeter auf Vorjahresniveau. Dabei übertrafen die Preise im Berliner Umland mit 76 Euro die Werte in den ländlichen Regionen um mehr als das Doppelte. Der Preis für Ackerland erhöhte sich den Angaben zufolge um 29 Prozent auf 40 Cent je Quadratmeter. In den vergangenen drei Jahren seien die Preise für Ackerland insgesamt um 74 Prozent gestiegen. Unter anderem würden verstärkt Flächen für Anlagen zur Produktion von erneuerbaren Energien gesucht.

Potsdam bleibt den Angaben zufolge „die Hochpreiszone des Landes“. So kostete ein frei stehendes Einfamilienhaus in der Landeshauptstadt im Schnitt 430 000 Euro, während im Landkreis Elbe-Elster nur 60 000 Euro fällig wurden. Baugrundstücke für ein Einfamilienhaus kosteten in Potsdam durchschnittlich 157 Euro je Quadratmeter, im Kreis Elbe-Elster mussten nur 13 Euro gezahlt werden. ddp

Die Kurzfassung des Berichts kann man von den Internetseiten des Brandenburgischen Innenministeriums herunterladen: www.mi.brandenburg.de

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