Immobilien : Brandenburgs bombige Grundstücke

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Große Teile der ehemaligen sowjetischen Militärliegenschaften in den neuen Ländern haben sich neun Jahre nach Abzug der „Westgruppe der Truppen“ zu Ladenhütern entwickelt. Das ergab eine dpaUmfrage bei den Verwertungsgesellschaften. Da Bund und Länder für die teils riesigen Areale fernab der Zentren keine Käufer finden, können explosive Munition und giftige Abfälle nur nach und nach geräumt werden. Für das Aufspüren und Beseitigen von Altlasten und Kampfmitteln hatte die Brandenburgischen Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -verwertung mbH (BBG) im vergangenen Jahr 5,8 Millionen Euro investiert. Seit 1994 haben die Sprengmeister 1533 Hektar märkischen Boden durchkämmt. Dabei fanden sie 117 Tonnen Kampfmittel. In Brandenburg harrt noch knapp die Hälfte der 100000 Hektar Fläche einer Nutzung. In vielen Fällen übersteige eine Altlastensanierung den Wert der Immobilie, erklärte eine Expertin aus der Bundesvermögensverwaltung. Erst bei Abschluss eines Kaufvertrages würden mit dem Investor Regelungen zur Räumung getroffen. Dabei unterstütze der Bund die Sanierung unter Umständen bis zur Höhe des Kaufpreises. Damit komme zwar kein Geld in die Kasse, dafür aber Munition und Altöl aus dem Boden. Infos zu den Immobilien des Bundes: www.bundesliegenschaften.de dpa

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