CHRONIK : Früher wurden hier Filme hergestellt

Die Filmfabrik an der Friedrichshagener Straße 9/9a in Köpenick wurde 1923 errichtet und steht komplett unter Denkmalschutz. In den 20er Jahren sollen nach Angaben des heutigen Investors Estavis Stars wie Marlene Dietrich und Hans Albers im Schnittstudio der Bürovilla ihre Filme abgenommen haben. Die deutsche Kodak Gesellschaft wurde im Jahre 1896 in Berlin gegründet und 1927 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im gleichen Jahr nahm die Kodak Filmfabrik in Berlin-Köpenick die

Produktion auf.

1935 hatte die Filmfabrik bei einer Werksbesichtigung für die Presse sogar vollmundig angekündigt, sie würde die Kodachrome-Filme künftig selber herstellen. Doch es blieb nur bei der dortigen Entwicklungsanstalt. Die Fabrik wurde bis zum Jahre 1940 erheblich erweitert und modernisiert.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Werk durch Bomben beschädigt, aber nicht völlig zerstört.

1956 kam es zur Gründung des Volkseigenen Betriebes (VEB) Fotochemische Werke. Im Zeitraum zwischen 1956 und 1968 erfolgte die Erweiterung und Spezialisierung auf die Produktion von medizinischen und technischen Röntgenfilmen. Im Jahr 1970 wurde das Werk

in das Fotochemische Kombinat „ORWO“ eingegliedert.

1990 wurde der Betrieb in eine GmbH überführt. Er überlebte die Wende und beschäftigt heute rund hundert Mitarbeiter.

Das Grundstück ging Anfang der 90er Jahre zurück an die Eastman Kodak Company. Das Unternehmen mit Sitz in Rochester/USA ist der weltweit größte Foto-Konzern. Die Eastman Kodak Company verkaufte das Areal im April 2010

an die börsennotierte

Estavis AG
. ch

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