Dämmung : Warme Wickel für das Häuschen

Hoch gedämmte Außenwände von neu gebauten Passivhäusern lassen sich inzwischen aus einschaligen, mit Dämmstoffen gefüllten Lochziegelsteinen erstellen.

Seit Januar auf dem Markt ist etwa der „W07 Coriso“ von Unipor. Weitere Anbieter sind Wienerberger oder Schlagmann. Bei der Sanierung von Altbauten steht dagegen das Dämmen im Innenbereich im Mittelpunkt, weil bei aufwendigen Fassaden, Denkmälern und engen Grenzbebauungen eine Außendämmung in vielen Fällen gar nicht in Frage kommt. Doch Innendämmungen sind bauphysikalisch sehr viel problematischer, da es bei Fehlern in der Ausführung zu Feuchtigkeitsanreicherung in den Wänden und Schimmelpilzbildung kommen kann.

Innendämmungssysteme gibt es mit Dampfsperren, die sehr sorgfältig ausgeführt werden müssen, da sonst gefährliche Bauschäden drohen. Als Alternative können Innendämmungen auch mit sogenannten diffusionsoffenen, kapillaraktiven Dämmstoffen ausgeführt werden. Diese transportieren die im Bauteilinneren anfallende Feuchtigkeit an die Oberfläche, wo sie schließlich verdunstet. Kritiker attestieren solchen Lösungen aber ein schlechteres Dämmvermögen.   Der Hersteller Remmers hat deshalb das Dämmsystem mit dem Namen „IQ-Therm“ entwickelt. Es besteht aus der Kombination einer hochwärmedämmenden Hartschaumplatte mit einer integrierten kapillaraktiven mineralischen Füllung – und kommt laut Hersteller ohne Dampfsperre aus. dpa

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