Immobilien : Der Tagesspiegel

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STICHWORT: KONTOKORRENTKREDIT UND HYPOTHEKARDARLEHEN

Ein Kontokorrent- oder Dispositionskredit dient in der Regel dazu, einen vorübergehenden finanziellen Engpass zu bewältigen. Dagegen geht ein Hypothekardarlehen mit einer langfristigen Verschuldung einher. Wer eine Immobilie erwerben oder bauen will, dem bieten Banken in aller Regel Hypothekardarlehen an. Hier sind die Zinsen wesentlich günstiger als bei einem Kontokorrentkredit. Der Grund: Das Geldhaus muss den Verlust seines Kapitals weniger fürchten, weil es im Grundbuch eine Hypothek auf die Immobilie seines Kunden eintragen lässt. Zahlt der Schuldner seine Raten nicht mehr, kann die Bank die Immobilie versteigern lassen, um ihr Kapital einzutreiben. Bei Hypothekarkrediten verlangt das Geldhaus von seinem Kunden, dass er regelmäßig einen Teil seiner Schulden zurückzahlt. Dadurch sinkt das Kreditrisiko für die Bank stetig. Im Unterschied zum Kontokorrentkredit verändert sich beim Hypothekendarlehen die Höhe der Zinsen erst nach langer Zeit: Je nach Vertrag nach fünf, zehn oder erst zwanzig Jahren. Das nötige Geld kauft die Bank am Kapitalmarkt billig ein oder bei anderen Kunden, denen sie fest verzinsliche Pfandbriefe anbietet. Ganz anders die Kontokorrent- oder Dispositionskredite. Banken räumen sie ihren Kunden ein, wenn diese ihre Einkommen offen legen. Der Kreditrahmen beträgt maximal das Dreifache des Monatsgehaltes einer Privatperson oder des Umsatzes einer Firma. Wer sein Konto überzieht, hat „automatisch“ Kredit. Die Bank stellt also kurzfristig Geld bereit, und der Schuldner bürgt mit seinem guten n. Verliert er seine Arbeit oder setzt seine Firma nicht genügend um, dann bleibt die Bank auf ihren Schulden sitzen. Das größere Risiko und die höhere Flexibilität lässt sie sich mit höheren Zinsen als bei Hypothekardarlehen bezahlen. Tsp

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