Immobilien : Der Winter lässt Hausbesitzer kalt – alles unter Kontrolle

Bei einer gründlichen Inspektion zeigt sich, was noch vor der kalten Jahreszeit zu erledigen ist

Ingrid Laue

Kälte, Wind und Schnee. Das Winterwetter setzt nicht nur dem Menschen zu, auch Gebäuden macht es zu schaffen und kann schnell dafür sorgen, dass kleine Schäden zu großen werden. Außerdem gestalten sich Reparaturen schwierig, wenn es draußen bitterkalt und eisig ist. Bevor es soweit ist, sollten Hausbesitzer daher die häufigsten Schadensquellen einer Inspektion unterziehen.

Die beginnt am besten mit einem Rundgang um das Haus. Hier sollte man auf Risse an Putz und Mauerwerk, abgeplatzte Farbe an der Fassade, an Fenster und Türen, undichte und lockere Dachrinnen und Fensterläden achten. Denn kleinere Mängel bieten Regen, Frost und Wind Angriffspunkte und können dadurch zu großen werden. Fenster und Türen sollten gut schließen, damit keine Wärme verschwendet wird. Notfalls können Abdichtungsleisten Abhilfe schaffen. Auch der Heizung sollte man eine Wartung gönnen, um nicht an einem kalten Tag ohne Wärmequelle dazustehen. Werden einzelne Heizkörper nicht mehr warm, können sie mit einem Vierkantschlüssel entlüftet werden.

Erforderliche Ausbesserungsarbeiten können der Hausherr oder Vermieter mitunter selbst erledigen. Wer sich eine ordentliche Inspektion oder die Mängelbeseitigung jedoch nicht zutraut, sollte die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen – vorbeugend ist das meist um ein Vielfaches billiger als nach dem Auftreten von Schäden. Die Wasserleitungen draußen sollten nach der Gartensaison, spätestens aber beim ersten Frost, abgestellt und die nicht frostfreie Regentonne geleert sein. In Gebäudeteilen, in denen Wasser benötigt wird, muss für ausreichende Temperaturen gesorgt werden, damit die Leitungen nicht einfrieren.

Zur Inspektion des Dachs gehört auch, die Dachrinne von Blättern und Unrat zu befreien – bei Flachdächern gegebenenfalls auch die Abläufe. Bei starkem Regen drohen sonst Verstopfungen. Ein Überlaufen des Wassers könnte der Fassade schaden. Zudem können sich bei starkem Frost Eiszapfen bilden, die eine große Gefahr für Mensch und Tier darstellen.

Das Dach selbst ist hinsichtlich loser und zerbrochener Ziegel zu überprüfen. Sie können Passanten und Fahrzeuge gefährden, wenn sie abrutschen. Hausbesitzer sind verpflichtet, den Weg vor ihrem Grundstück von Laub, Eis und Schnee freizuhalten; Eigentümer können auch Mieter dazu verpflichten.

Und falls doch etwas passiert: Hausbesitzer, die ihr Haus selbst bewohnen, sollten eine private Haftpflichtversicherung haben. Für Vermieter sehr sinnvoll ist eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtpolice. Wichtig ist auch die Wohngebäudeversicherung. Sie springt ein, wenn durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel ein Haus beschädigt wird. Zudem können auch Elementarschäden wie Überschwemmung, Erdbeben und Erdrutsch, Lawinengefahr und Schneedruck versichert werden.

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