Immobilien : Die duftenden Blätter des Katsurabaums

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DER ROTE PUNKT

Jede Woche gibt der Botanische Garten eine Liste mit besonders sehenswerten Pflanzen heraus, die durch ihre Blüten oder auch Früchte beeindrucken. Sie sind auf dem Gelände oder in den Gewächshäusern mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Aus Platzgründen können wir nur jeweils ein Gewächs vorstellen. Der Garten ist täglich von 9 Uhr an geöffnet, die Gewächshäuser am Wochenende ab 10 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.bgbm.org .

Freiland. Zu den attraktivsten Baumarten fremdländischer Herkunft gehört der Japanische Katsurabaum (Cercidiphyllum japonicum). Das Ungewöhnliche an ihm ist sein dekoratives Laub. Die nahezu rundlichen, an der Basis herzförmigen Blätter sind eigenwillig handförmig gefiedert. Sie schimmern im zeitigen Frühjahr rosapurpur bis karminrot, im Sommer bläulich-grün. Doch der Höhepunkt ist der Herbst, wenn das herabfallende, prachtvoll von hellgelb bis zu karmin- und scharlachrot gefärbte Laub seinen fantastischen Duft nach Karamell und Kuchen verströmt. Dieses eigenartige Phänomen ist besonders bei feuchter Witterung wahrzunehmen und dauert nur wenige Wochen an – etwa so lange, bis das Falllaub zersetzt ist. Der Volksmund nennt den Katsurabaum auch Kuchenbaum. In der Abteilung „Pflanzengeografie“ nahe dem Arboretum können Besucher des Botanischen Gartens die „Duftprobe“ machen.

Der an seinem natürlichen Standort in Japan und China bis zu 30 Meter Höhe erreichende Baum zählt in seiner Heimat zu den größten Laubbäumen des Landes. In unseren Breiten wird das winterharte Gehölz zwischen 14 bis 20 Meter hoch, wächst als Jungpflanze schnell und bevorzugt sonnige Standorte. Die Krone erreicht eine Breite zwischen sieben und zehn Metern. Noch vor den Blättern erscheinen die kleinen roten Blüten. Durch den frühen Laub-Austrieb kann es durch Spätfröste zu Schädigungen kommen. Als Trost bleibt: Diese Blätter duften ebenso intensiv wie das Falllaub im Herbst. W.H.

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