Immobilien : Die Folgen der Entwicklung für Berlin

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Berlin wird in der Studie von Allianz und Dresdner Bank zu den Ballungsgebieten gezählt mit positiven Entwicklungspotenzialen. Drei Voraussetzungen dafür nennt die Untersuchung jedoch: eine wachsende Bevölkerungszahl, eine größere Zahl von Haushalten und eine Zunahme der Wohnfläche pro Kopf. Wie steht es um diese Kennzahlen in Berlin? Der Wohnungsmarktbericht 2004 von der Investitions Bank Berlin meldet unter Berufung auf das Statistische Landesamt ein negatives Saldo bei der Bevölkerungsentwicklung : 3948 Bewohner zählte Berlin im Jahr 2003 weniger als im Vorjahr; neueste Zahlen für 2004 liegen derzeit noch nicht vor. Positiv entwickelte sich dagegen die Zahl der Haushalte in der Stadt: Sie stieg um 27000. Die Erklärung liegt auf der Hand: Immer mehr Menschen wohnen allein, weil sie sich trennen oder scheiden lassen; auch Kinder, die aus dem Elternhaus in eine eigene Wohnung umziehen, erhöhen die Zahl der Haushalte. Dadurch entsteht zusätzliche Nachfrage. Dagegen waren die Berliner zuletzt genügsam bei der beanspruchten Wohnfläche . Statistisch nutzte jeder Berliner 38,6 Quadratmeter im Jahr 2003. Diese Zahl veränderte sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren nur minimal (plus 0,1 Quadratmeter jährlich). Eine weitere wichtige Kennzahl für die Nachfrage nach Wohnungen sind die Nettohaushaltseinkommen: Je mehr Geld ein Haushalt zur Verfügung hat, desto eher wird er eine Immobilie erwerben oder in eine größere Wohnung ziehen. Doch die Haushaltskassen lassen keine große Sprünge zu: Diese Einkommen sanken zwischen 2002 und 2003 um 1,9 Prozent. Auch in den Jahren 1997 und 2001 mussten Berliner Haushalte statistisch mit weniger Geld auskommen als in dem jeweiligen Vorjahr. ball

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