Immobilien : DIE GESCHICHTE DES GEBÄUDES

Das ehemalige Kammergericht wurde von den Architekten Heinrich Kayser und Karl von Großheim als Reichsmilitärgericht entworfen. Später nutzte das Reichswirtschafts- und Kartellgericht das vierflügelige Gebäude.

Von 1936 bis 1943 war es Sitz des höchsten Gerichtshofes der NS-Wehrmachtsjustiz, zuständig für Hoch- und Landesverrat von Militärs, Kriegsdienstverweigerung und Wehrkraftzersetzung. Jahre, in denen rechtsstaatliche Prinzipien ignoriert wurden. Mehr als 1400 Todesurteile sind aus dieser Zeit aktenkundig. Am bekanntesten sind die Verfahren gegen die Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“. Zuletzt diente das Haus von 1951 bis 1997 als Berliner Kammergericht und als Sitz des fünften Strafsenats des Bundesgerichtshofs. heid

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