Die Geschichte des Viktoria-Quartiers : So oder so ein Anziehungspunkt

DER BIERGARTEN


Als „Vergnügungsort für gebildete Stände“ eröffneten die Brüder Gericke im Jahr 1829 am Südhang des Kreuzbergs einen großen Biergarten. Nach dem Pariser Vorbild nannten sie ihn Tivoli. 1857 wurde die „Berliner Brauerei-Gesellschaft Tivoli“ gegründet, die am Kreuzberg Bier braute.

DIE SÄLE
Zwischen 1862 und 1873 entstanden umfangreiche Brauereibauten einschließlich des Gotischen Saals und des großen Saalgebäudes. Letzteres war damals der größte Veranstaltungsraum der Stadt. Auf dem als Ausflugsziel beliebten Kreuzberg wurde kurze Zeit später – zwischen 1888 und 1894 – der Viktoriapark angelegt, mit seinem Wasserfall und mit dem Denkmal Karl Friedrich Schinkels.

DIE BRAUEREI
1891 übernahm die „Schultheiss-Brauerei Actien-Gesellschaft“ die Tivoli-Brauerei und erweiterte das Gelände. In dieser Zeit entstanden die Kopfbauten am nordöstlichen Eingang des Areals und die Sixtus-Villa, die von Brauereidirektor Sixtus bewohnt wurde.

DAS STADTQUARTIER
Rund 100 Jahre später – 1993 – gab die Brauerei das Gelände auf, zugunsten eines Standortes im Ostteil der Stadt. Der Grundstein für das Viktoria-Quartier wurde im Juni 1999 gelegt. Auf einer Fläche, die fast so groß wie die des Potsdamer Platzes ist, entstanden seither in den historischen Gebäuden und in Neubauten Wohnungen, Lofts, Ateliers und Büroräume. Der neue Brauhofgarten ist der dritte Bauabschnitt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben