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Eigenheim aus Holz : Stein auf Stein muss nicht sein

10.11.2012 00:00 UhrVon Wolfgang Becker
Latte für Latte statt Stein auf Stein: Bauarbeiter ziehen mit Balken aus arktischem Fichtenholz ein Holzhaus hoch.Bild vergrößern
Latte für Latte statt Stein auf Stein: Bauarbeiter ziehen mit Balken aus arktischem Fichtenholz ein Holzhaus hoch. - Foto: Rolf Haid/dpa

Holzbaufertighäuser haben viele Vorteile – vor allem sind sie ökologisch unbedenklich.

Ihre Wände bestehen aus dicken Holzbohlen oder sie haben ein hübsches Fachwerk. Aber die meisten Holzhäuser sehen gar nicht aus wie solche: Fertighäuser haben Holzrahmen, die unter Platten verborgen sind. „Mit Holz lässt sich ein sehr hoher Vorfertigungsgrad erreichen, der Bauzeit und auch Kosten spart“, erläutert Carmen Mundorff von der Architektenkammer Baden-Württemberg.

Auch aus ökologischer Sicht ist Holz ein guter Baustoff. Beim Wachstum wird genauso viel Sauerstoff produziert, wie beim Verbrennen wieder verbraucht wird, erklärt der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) in Bad Honnef bei Bonn. Zudem speichere Holz Kohlendioxid – ein Einfamilienhaus in Holzbauweise gut 27 000 Tonnen, so viel wie ein Mittelklasseauto in zehn Jahren verursache.

„Die Energiebilanz der Holzfertigbauweise ist vorbildlich, denn Holz ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein Niedrigenergiebaustoff“, erläutert BDF-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas.

Die Herstellung verbrauche weniger Energie als die eines Hauses in konventioneller Bauweise. Außerdem verbessern die bauphysikalischen Eigenschaften von Holz laut Klaas die Wärmedämmung von Häusern – das spart Heizenergie. Und das Material lässt sich effizient nutzen: Bei der Herstellung von Holzprodukten entstehen keine Abfälle. Rinde, Späne und Restholz werden vollständig weiterverwertet. Alte Holzbauten lassen sich in der Regel auch gut demontieren und recyceln, wie Mundorff erläutert.

Als Brennholz leistet der ausgemusterte Baustoff noch einen letzten Dienst. Als Nachteil eines Hauses mit nach außen sicherbaren Holzbalken wird oft der Pflegeaufwand genannt, erläutert Carmen Mundorff. Denn das Holz muss regelmäßig geölt oder gestrichen werden – öfter, als ein Putz geweißelt wird. Allerdings kann das Holz unbehandelt bleiben, aber dann verändert es sein Aussehen mit der Zeit. „Das ist eine Geschmacksfrage“, sagt Mundorff. Sie empfiehlt allerdings, auf chemischen Holzschutz zu verzichten und stattdessen auf „baulich-konstruktiven Holzschutz“ zu setzen.

Damit meint die Expertin, dass das Holz so verbaut wird, dass es vor Verwitterung bestmöglich geschützt ist und somit nicht behandelt werden muss. Und sie rät, nur dort chemische Holzschutzmittel anzuwenden, wo etwa ein Regenschutz nicht möglich ist. Alternativen sind umweltfreundliche Imprägnierungen und Farbe.

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