Immobilien : Eigenheime auch in Zukunft begehrt

Einer volkswirtschaftlichen Studie der Allianz zufolge bleiben deutsche Wohnimmobilien attraktiv

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Familien mit Kindern und Personen, die sich in der zweiten Hälfte ihres Berufslebens befinden, zählen die Analysten und Volkswirte der Allianz zu den potenziellen Käufern von Eigenheimen. Deshalb rechnen die Experten damit, dass die Eigentumsquote in Deutschland in den kommenden Jahren steigen wird. Dies zählt zu den Ergebnissen der Studie „Wohnimmobilien in finanzwirtschaftlicher Perspektive“ der AllianzGruppe.

Zwar räumen die Experten ein, dass der Ertrag deutscher Wohnimmobilien im Vergleich mit anderen Anlagetypen im Jahresdurchschnitt geringer ausfalle. Dafür sei aber die Stabilität der Erträge unübertroffen sicher. Deshalb gehöre die private Wohnimmobilie als „optimale Beimischung zur Lebensstandardsicherung in das Vermögensportfolio“.

Dies gelte auch aus dem Grunde, dass die Preise für Wohnimmobilien nicht wie im Ausland gestiegen sind. Im Gegenteil, die Preise hätten seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre in weiten Teilen des Landes stagniert; in Berlin sind sie sogar drastisch gesunken, wie Zahlen des Gutachterausschusses für Grundstückswerte zeigen. Dasselbe gelte für Objekte in den neuen Bundesländern, wo die Leerstandsquote laut Allianz-Analyse mit 16 Prozent hoch sei. Im Westen der Republik seien dagegen die meisten Wohnimmobilien gut vermietet; der Leerstand betrage hier nur etwa 3,1 Prozent.

Die recht hohe Zahl unvermieteter Wohnungen sei aus Sicht von Käufern nicht Besorgnis erregend. Die Bauaktivitäten seien in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Deshalb müsse man in den kommenden Jahren damit rechnen, dass auch die bisher leer stehenden Objekte wieder auf Nachfrage stoßen.

Die Experten des Allfinanzkonzerns rechnen damit, dass sich die Eigentumsquote von heute 43 Prozent auf 54 Prozent im Jahr 2020 erhöhen könnte. Für die Kreditinstitute seien damit gute Geschäfte verbunden: Darlehen in Höhe von 100 bis 200 Milliarden Euro würden dadurch voraussichtlich nachgefragt.

Der Bedarf an Krediten werde voraussichtlich auch bei der Generation der Erben wachsen. Nach der Übernahme der Immobilien von ihren Verwandten müssten diese beträchtliche Investitionen in die Renovierung und Modernisierung der Objekte vornehmen.

Auch die Zahl der „Transaktionen“ werde in der Zukunft steigen. Aufgrund des Wandels am Arbeitsmarkt sei mit häufigeren Umzügen zu rechnen – und damit seien oft Verkäufe und Käufe von Immobilien verbunden. ball

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