Immobilien : Ein Kastenbeet für Mittelmeerkräuter

Eine solche Anlage schafft ein ideales Kleinklima für die Pflanzen und ist ein reizvolles Gestaltungselement

Peter Busch

Häufig gibt es bei der Aufzucht von Mittelmeerkräutern in normalen Beeten Probleme. Ursache dafür sind meist die schlechten Bodenverhältnisse. Schwere, nasse Erde, ein saures, sandiges Milieu und mooriger Boden behagen diesen Pflanzen überhaupt nicht, und sie reagieren darauf mit Kümmerwuchs. Auch eine Bodenverbesserung mit Kalk, grobem Material oder Kompost schafft nur eine kurzfristige Veränderung.

Diese Standortnachteile lassen sich mit einem Kräuter-Kastenbeet beheben. Mit einer solchen Anlage gelingt es, die schlechten Bodeneigenschaften grundlegend zu verändern und zusätzlich ein reizvolles Gestaltungselement im Garten zu schaffen. Gerade wenn man für dieses Kräuterhochbeet eine Sitzecke einplant, umrahmt mit duftenden Pflanzen beispielsweise, erhält man eine lauschige Ecke für erholsame Stunden.

Als langfristig stabilstes Baumaterial bieten sich Natur- oder Ziegelsteine an, Holz ist wegen der geringeren Haltbarkeit nicht so gut geeignet. Ideal sind eine Breite von circa 1,5 Metern und eine Höhe von 50 bis 80 Zentimetern. Die Länge richtet sich nach den Gegebenheiten des Gartens und sollte mindestens drei Meter betragen.

Als erstes wird der Grundriss in der gewünschten Größe abgesteckt. Hat man Probleme mit Wühlmäusen, spannt man über den Boden ein engmaschiges Drahtgitter, das später lückenlos am Kasten anliegt. Die Mauer sollte unten gut 50 Zentimeter breit sein und sich nach oben um die Hälfte verjüngen. Dies dient der Standfestigkeit. Wichtig ist es auch, Nischen zwischen den Steinen zu belassen, um dort später Pflanzen einzusetzen.

Der Raum innerhalb des fertig gebauten Kastens wird unten mit mörtelhaltigem Bauschutt oder kleineren Natursteinen aufgefüllt. Dies schafft eine optimale Wasserableitung und das gewünschte basische Milieu.

Als nächste Schicht kann man etwas Reisig, Holzschnitt oder Staudenreste auffüllen und zuletzt die verbesserte Muttererde. Fester, lehmiger Boden wird mit der Hälfte groben Sandes gut vermischt, Moorboden mit Sand sowie mit kalk- und lehmhaltigem Kalkmergel und Sandboden mit Kompost und Kalkmergel. Diese Bodenverbesserung und die Wärmespeicherung durch die Steine schaffen im Kräuter-Kastenbeet ein ideales Kleinklima für die Mittelmeerpflanzen.

Zu den Pflanzen, die sich an diesem Platz besonders wohl fühlen, gehören Rosmarin, Lavendel, Thymian, Oregano, Basilikum, Salbei, Bohnenkraut, Ysop und Winterbohnenkraut. Die halbhohen Kräuter, wie Lavendel, Oregano, Salbei, oder Ysop, kommen in die Mitte des Beetes, während die niedrigen Pflanzen, wie Thymian, Basilikum und Majoran, gut am Rand wachsen und auch am meisten von der Wärme der Steine profitieren.

Die vielen Hohlräume und Fugen der Trockenmauer bleiben unverputzt und bieten Pflanzen, wie Acker-Frauenmantel, Dach-Hauswurz, Mauerpfeffer und Tripmadam einen Platz.

Nach dem Pflanzen der Kräuter wird der Boden mit Holzhäcksel und zusätzlich mit Muschelkalk, den es im Fachhandel gibt, gemulcht.

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