Immobilien : Ein Leckerbissen für Enten

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DER ROTE PUNKT

Jede Woche gibt der Botanische Garten eine Liste mit besonders sehenswerten Pflanzen heraus, die durch ihre Blüten oder auch Früchte beeindrucken. Sie sind auf dem Gelände oder in den Gewächshäusern mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Aus Platzgründen können wir nur jeweils ein Gewächs vorstellen. Der Garten ist täglich von 9 Uhr an geöffnet, die Gewächshäuser am Wochenende ab 10 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.bgbm.org .

Freiland. Wild wachsend ist das Gemeine Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia) recht selten zu finden. Wer Glück hat, entdeckt es in Teichen, Gräben oder in anderen nährstoffreichen Gewässern. Den natürlichen Standortbedingungen entsprechend steht die vom Botanischen Garten ausgewählte „Pflanze der Woche“ im Sumpf und Wassergarten nahe am Eingang Königin-Luise-Platz.

Das Pfeilkraut mit seinen zarten Blüten kann bis zu einen Meter hoch werden. Auf ein und derselben Pflanze befinden sich sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Das sind Blüten, die entweder nur Staubblätter oder nur Fruchtblätter enthalten. Die Ausbreitung der Pflanze geschieht durch das Wasser (Hydrochorie) oder durch das Gefieder von Wasservögeln (Epizoochorie).

Besonders Enten mögen das nicht nur in Europa, sondern auch in Asien heimische Pfeilkraut. Denn an den Wurzelenden der Pflanze bilden sich Überwinterungsknollen. Sie sehen wie kleine Kiebitzeier aus und sind ein wahrer Leckerbissen für die schnatternden Gesellen.

Das Pfeilkraut verträgt keine volle Sonne und richtet deshalb ihre Blätter in Nord-Südrichtung aus. Es wird daher auch als Kompasspflanze bezeichnet. Der wissenschaftliche Name kommt aus dem Lateinischen und bezieht sich auf die Form der Blätter: sagitta = Pfeil, sagittifolia = pfeiblättrig.

Nur zwei von 20 Arten des Pfeilkrauts, das zur Familie der Froschlöffelgewächse gehört, sind bei uns heimisch. In Gartenteichen werden die verschiedenen Kulturformen gerne angepflanzt. W.H.

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