Immobilien : Eine ganz besondere Pflanze aus dem Botanischen Garten Acacia

melanoxylon

Uwe Nef / Brigitte Zimmer

Im Australienhaus beginnt jetzt die Blütezeit der Schwarzholz-Akazie (Acacia melanoxylon). Die zahlreichen kleinen, cremefarbenen und wohlriechenden, kugeligen Blüten bilden einen rispenartigen Gesamtblütenstand. Die Staubgefäße ragen weit über die kaum sichtbare, verwachsene Blütenkrone heraus. Nach der Befruchtung entwickeln sich beige bis rotbraune Hülsen, die oft spiralförmig gebogen sind und glänzend schwarze Samen enthalten. Sie können bis zu 30 Jahre lang keimfähig bleiben.

An jungen Schwarzholz-Akazien findet man oft gleichzeitig verschiedene Blattformen: „normale“, doppelt gefiederte Blätter und so genannte Phyllodien, bei denen die Blattspreiten reduziert und dafür die Stiele blattartig verbreitert sind. Bei älteren Bäumen treten ausschließlich Phyllodien auf.

Die Heimat der Schwarzholz-Akazie (Acacia melanoxylon) liegt im regenreicheren Osten Australiens und in Tasmanien. Sie kann über 30 Meter hoch werden. Das wertvolle rotbraune, harte Holz wird oft zur Herstellung von Möbeln, Furnieren und Streichinstrumenten verwendet. Auch die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, schätzen es sehr und fertigen aus ihm Speere und die berühmten Bumerangs an. Der Baum wird auch in zahlreichen anderen Ländern forstwirtschaftlich angebaut, zum Beispiel in Neuseeland, Sri Lanka, Südafrika und Chile. Akazien leben in Symbiose mit Luftstickstoff bindenden Bakterien (Rhizobien), die sie in ihren Wurzelknöllchen beherbergen. Dadurch können sie auch auf nährstoffarmen Sandböden gedeihen. Der Artname melanoxylon stammt aus dem Griechischen (melas = schwarz, xylon = Holz).

Mehr dazu im Internet:

www.botanischer-garten-berlin.de

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