Immobilien : Eine ganz besondere Pflanze aus dem Botanischen Garten Robuste

Schönheit

Uwe Nef/Brigitte Zimmer

Man könnte sie für eine Exotin halten, die sich in fremde Gefilde verirrt hat, so schön und betörend leuchten die üppigen Blütenstände der knorrigen Kletterin. Doch fremd ist sie hierzulande schon lange nicht mehr, obwohl man ihr nur selten begegnet. Die Rede ist von der Trompetenblume (Campsis radicans), die von Juli bis in den Herbst mit ihrer Blütenpracht in Orangetönen Mauern, Zäune, Fassaden und Pergolen emporrankt. Im Botanischen Garten kann man sie gleich an drei Standorten entdecken, an der Pergola am alten Sumpf- und Wassergarten, im Duft- und Tastgarten und im Arboretum.

Den Namen bekam die Trompetenblume von den sieben bis acht Zentimeter langen, trichterartigen Blüten, die sich farbenprächtig vom dekorativ gefiederten grünen Laub abheben. Sie gehört zur Familie der Bignoniengewächse (Bignoniaceae) mit etwa 750 Arten in 109 Gattungen.

Campsis radicans ist im warmen Südosten der USA beheimatet, wo sie an Rändern von Dickichten und Tieflandwäldern bis zu zwölf Meter hoch klimmen kann. Dort werden sie von Kolibris und großen Bienen bestäubt. Seit ihrer Einfuhr 1622 fühlt sich die Immigrantin in geschützten Lagen auch in Mitteleuropa wohl. Sie ist eine besonders robuste, weil winterharte Art. Bei starkem Frost können jedoch Teile der Pflanze zurückfrieren, aber glücklicherweise treiben sie im Frühjahr wieder aus.

Am besten gedeiht Campsis radicans in voller Sonne und sollte vor allem an heißen Tagen reichlich gewässert werden. Sie klettert mit Hilfe von Haftwurzeln, braucht jedoch eine Rankhilfe. Die Kletterpflanze blüht an den neuen Trieben. Deshalb sollten die letztjährigen und abgefrorenen Triebe zurückgeschnitten werden. Das Farbspektrum der im Handel erhältlichen Sorten reicht von Gelb bis Scharlachrot.

Mehr dazu im Internet:

www.bgbm.de

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