Immobilien : Eine ganz besondere Pflanze aus dem Botanischen Garten

Lachenalia mutabilis

Uwe Nef / Brigitte Zimmer

Diese ungewöhnliche Pflanze im Südafrikahaus sollte man sich genauer anschauen. Die Blüten der Veränderlichen Lachenalie (Lachenalia mutabilis), bieten eine interessante Farbenpalette. Deshalb erhielt die Pflanze den Artnamen mutabilis (lateinisch = veränderlich). Im oberen Viertel der bis zu 45 Zentimeter hohen Blütenstände stehen leuchtend blaue, gestielte Blütenknospen, die sich nie öffnen. Darunter folgen zahlreiche ungestielte, horizontal abstehende Blüten, die sukzessive von unten nach oben aufblühen.

Die drei äußeren Blütenblätter sind im Jugendstadium bläulich-weiß und nehmen mit zunehmendem Alter eine bräunliche Färbung an. Ihre Spitzen sind mit einem auberginefarbenen Mal geschmückt. Die drei inneren, gelblich-grünen Blütenblätter überragen die äußeren etwa um ein Drittel. Auch jedes von ihnen ziert ein dekorativer Farbklecks. Die Staubblätter bleiben im Innern der angenehm duftenden Blüten verborgen. Der Blütenschaft ist hübsch rötlich-braun marmoriert und wird von ein bis zwei tulpenartigen Laubblättern umhüllt. Lachenalia mutabilis ist von den Lachenalia-Arten die häufigst kultivierte. Sie lässt sich gut als Topfpflanze halten.

Die Gattung Lachenalia umfasst circa 110 Zwiebelpflanzen-Arten; sie wurde 1784 erstmals beschrieben und nach dem Schweizer Botaniker Werner von Lachenal (1736-1800) benannt. Die Lachenalien stammen ausnahmslos aus dem südwestlichen Afrika, die meisten aus der Kap-Provinz und einige aus Namibia. Sie haben sich erfolgreich an die klimatischen Bedingungen ihrer Heimat angepasst, wo Trockenheit und Hitze des Sommers mit regenreichen Wintern abwechseln. Ihre Vegetationsperiode reicht von April bis Dezember. Mit Beginn der heißen und trockenen Jahreszeit welken die oberirdischen Teile. Dann legen die Pflanzen einen ausgiebigen „Sommerschlaf“ ein. Lachenalia-Arten lieben sonnige Standorte und gedeihen am besten auf sandigen oder steinigen Böden.

Weiteres im Internet:

www.botanischer-garten-berlin.de

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