Immobilien : Einfamilienhäuser werden billiger, Wohnungen teurer Studie: Preisrückgang in Berlin im Jahr 2002 bei 22 Prozent

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In Berlin sind die Preise für Einfamilienhäuser im Jahr 2002 um 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Dies meldet das Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (ifs). Dies sei zwar der bundesweit deutlichste Einbruch. Allerdings sei die statistische Basis für dieses Ergebnis dünn: Es seien wenig Einfamilienhäuser in der Stadt verkauft worden, sagte ifsChef Stefan Jokl. Daher lasse diese Zahl nicht den Rückschluss zu, dass der Markt für Eigenheime tatsächlich zusammenbreche.

Zumal Käufer in Berlin im Schnitt stattliche 254500 Euro für ein Einfamilienhaus bezahlt hätten. Dies sei im Ländervergleich immer noch der zweithöchste Durchschnittspreis für Eigenheime. Nur in Hamburg wird mehr bezahlt. Werden die Länderdaten jedoch auf Ballungsgebiete rund um die Großstädte gerechnet, dann liegen die Preise für Einfamilienhäuser in der Region München mit rund 349000 Euro an der Spitze.

Ganz anders als bei Einfamilienhäusern ist die Wertentwicklung von Wohnungen in Berlin. Hier stiegen die Preise nach Angaben des Ifs um 4,2 Prozent. Auch hier erklärt sich die Entwicklung, die von Maklern und dem Gutachterausschuss in Berlin nicht bestätigt wird, im Wesentlichen aus dem schwachen Geschäft und den geringen Fallzahlen des vergangenen Jahres. In Ostdeutschland, zu dem die Statistiker Berlin zählen, lagen durch die Berliner Entwicklung die Durchschnittspreise um 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Schnitt müssten Wohnungskäufer in den neuen Ländern 99000 Euro für Eigentumswohnungen bezahlen.

Die Untersuchung wurde durch das Forschungsinstitut Gewos durchgeführt. Berücksichtigt wurde alle Verkäufe von Eigenheimen und Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr. ball

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