Immobilien : Eingeweckt in Honigwasser

Auch grüne Tomaten lassen sich verwerten, denn nicht immer ist eine Nachreife möglich

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Von Peter Busch

Wenn in diesen Wochen die milden spätsommerlichen Temperaturen durch regnerisches Wetter und Kälte abgelöst werden, fangen die wärmebedürftigen Gemüsesorten, zu denen auch die Tomaten gehören, zu frösteln an und brauchen besonderen Schutz.

Am besten gedeihen Tomaten im Herbst noch bei uns, wenn man ihnen ein günstiges Mikroklima anbietet. An einer Hauswand, geschützt vor Regen, gedeihen die Pflanzen am besten; möglich ist auch hier eine Abdeckung mit einer Folie. Im Freiland stehenden Tomaten kann man spezielle Hauben überziehen, die vor Kälte und Nässe schützen. Diese weisen zwar Atmungsöffnungen auf, bei starkem Sonnenschein ist es aber günstiger, sie tagsüber zu entfernen, um kein schwül-feuchtes Klima, das Pilzinfektionen begünstigt, entstehen zu lassen. Alle sich noch bildenden Blütenstände werden ausgekniffen, und auf jedes Gießen wird verzichtet, um die Reife zu beschleunigen.

Gesunde Pflanzen aus dem Freiland schneidet man, wenn die ersten Fröste drohen, über dem Boden ab und hängt sie kopfüber in einem frostfreien Raum zum Trocknen auf. Die grünen Tomaten reifen auch am verdorrten Kraut langsam nach. Etwas mühsamer, aber durchaus lohnenswert ist es, die Tomaten im Keller zu lagern und mit Zeitungspapier abzudecken. Die Früchte holt man dann nach Bedarf ins warme Zimmer und lässt sie auf der Fensterbank nachreifen.

Wem diese Nachreife zu aufwändig ist, sollte die unreifen Früchte verwerten. Es gibt verschiedene Rezepte, um sie einzukochen. Am einfachsten ist es, sie wie Gurken einzulegen. Dazu werden grüne Tomaten mit Kräutern wie Estragon und Borretsch in einen sauberen Steintopf geschichtet, mit Salzwasser übergossen (auf 1 Liter 40 Gramm Salz), mit Brett und Stein beschwert und an einem kühlen Ort aufbewahrt. Zum Einwecken kocht man grüne Tomatenstücke in einer Mischung aus 1/3 Wasser und 2/3 Essig glasig, ohne dass sie zerfallen. Anschließend füllt man die Tomatenstücke in Gläser und gibt etwas Salbei, Pfefferminze und Zitronenmelisse bei. Die Kochflüssigkeit wird mit Honig aufgekocht (300 Gramm pro Liter) und lauwarm über die Tomaten gegossen. Die geschlossenen Gläser sterilisiert man eine viertel Stunde bei 90 Grad Celsius.

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