Immobilien : Energiesparer rechnen richtig

Einen erheblichen Anteil der Wohnnebenkosten machen die Heiz- und Warmwasserkosten aus. Nach Angaben des Bundesbauministeriums betragen die Heizkosten im Schnitt rund einen Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat, d. h. fast 80 Euro im Monat für eine Wohnung durchschnittlicher Größe.

Eine von der Bundesregierung im Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass die Deutschen mit der energetischen Gebäudesanierung bis 2020 insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro Heizkosten sparen könnten. Voraussetzung ist allerdings, dass bei der Gebäudesanierung die Fassade, die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke gedämmt sowie hochwertige Wärmeschutzfenster und eine moderne Heizung kombiniert mit einer Solarwärmeanlage eingebaut werden. Die durchschnittlichen Investitionskosten von rund 45.000 Euro können über einen zinsgünstigen Kredit der IBB in Zusammenarbeit mit der KfW finanziert werden und zahlen sich schon in wenigen Jahren aus. Am 1. Oktober trat die neue Energieeinsparverordnung EnEV 2009 in Kraft. Sie gilt neben Neubauten auch für den Altbaubestand. Gesamtsanierungsmaßnahmen im Altbau müssen künftig im Vergleich zur alten Regelung rund 30 Prozent mehr Primärenergie einsparen. Die Verschärfung wurde 2007 als eine Maßnahme im Integrierten Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung festgelegt, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

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