Immobilien : Fertigparkett oder Laminat Sie sind häufig kaum noch zu unterscheiden

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Fertigparkett und Laminatböden werden immer beliebter. Schließlich lässt sich beides ohne große Mühe selbst verlegen. Die Bohlen, aus denen die Böden zusammengefügt werden, sind dafür jeweils ringsum mit Nut und Feder versehen. Im Alltag haben sowohl Fertigparkett als auch Laminat ihre Vor und Nachteile.

Äußerlich sind die beiden Belag-Typen häufig kaum auseinander zu halten, doch in Aufbau und Zusammensetzung unterscheiden sie sich: Fertigparkett ist ein reines Holzprodukt. In der Regel setzt es sich aus drei Schichten zusammen: einer Trägerschicht aus Sperrholz, Span- oder Faserplatte, einem so genannten Gegenzugfurnier – meist aus Nadelholz – und einer Deckschicht aus Furnier mit Edelholz.

Auch Laminat besteht aus drei Schichten. Auf eine Trägerplatte aus Holzfasern, die für die Stabilität sorgt, wird ein Dekorationspapier geklebt. Das Papier wird mit einem durchsichtigen Bezug, einem „Overlay“, aus einem bestimmten Harz abgedichtet. Dieser Bezug ist die eigentliche Laufschicht. Auf diesen Bezug werden die Muster aufgedruckt. Neben der besonders beliebten Holzoptik gibt es auch Perl-, Metall- und Steinstrukturen, zahlreiche Glanzgrade und unterschiedliche Dekore.

Wer sich zwischen Fertigparkett und einem Laminatboden entscheiden muss, sollte neben der Optik auch die Beanspruchung berücksichtigen. Bei Fertigparkett entscheidet nach Angaben der Verbraucher Initiative in Berlin die Deckschicht über die Qualität: Harthölzer wie Buche und Eiche seien weniger empfindlich als die oft verwendeten Weichhölzer Kiefer und Fichte. Außerdem bestimme die Dicke des Furniers die Lebensdauer des Parketts. Ab vier Millimetern Dicke lässt sich der Boden ein bis zwei Mal abschleifen.

Laminatfußboden ist in unterschiedlichen Beanspruchungsklassen erhältlich. Diese sind an speziellen Bildsymbolen auf den Verpackungen zu erkennen. Je häufiger der Raum, in dem das Laminat liegen soll, genutzt wird, desto hochwertiger sollte dieses sein. Wer sich für ein Qualitätsprodukt entscheidet, kann davon ausgehen, dass diesem selbst Pfennigabsätze, schwere Möbel und brennende Zigaretten nichts anhaben können. Ein gravierender Nachteil von Laminatböden ist, dass sie sich nicht abschleifen lassen. Zum Beseitigen kleinerer Kratzer oder Macken werden spezielle Reparaturstifte angeboten. Doch sind solche Ausbesserungen fast immer zu sehen. Bei größeren Schäden hilft nur eine komplette Erneuerung.

Beide Bodenbeläge reagieren auf zu viel Wasser. Um Schäden durch Aufquellen zu verhindern, werden sie lediglich „nebelfeucht“ gewischt. Beim Verlegen sollte eine Dämmzwischenlage eingeplant werden. Sie verringert nicht nur den Trittschall, sondern ist auch zugleich Wärmedämmung. Außerdem gleicht sie kleinere Unebenheiten des Unterbodens aus. dpa/Tsp

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