Immobilien : Frische Luft

Pflanzen beeinflussen das Raumklima

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Zimmerpflanzen sind mehr als schöne Farbtupfer im Raum: Sie schaffen eine frische Atmosphäre, die gerade im Winter zum Wohlbefinden beiträgt. Gleichzeitig beeinflussen sie auch das Raumklima, indem sie Stoffe aus der Luft binden und Feuchtigkeit abgeben. Garant für ein optimales Klima sind die grünen Hausgenossen auf der Fensterbank jedoch nicht.

Laut Untersuchungen der US-Raumfahrtbehörde NASA können Zimmerpflanzen die Konzentration von Formaldehyd, Benzol und anderen Schadstoffen verringern. Auch das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München hat Studien zu diesem Thema vorgenommen. Pflanzen arbeiten demnach ähnlich wie die Leber beim Menschen: „Sie können Schadstoffe aus der Luft aufnehmen und in ungiftige Stoffe umwandeln“, erläutert GSF-Sprecher Heinz-Jörg Haury.

Nicht alle Zimmerpflanzen eignen sich den Experten zufolge gleich gut als Raumluftfilter. Wenn es um Formaldehyd-Ausdünstungen aus Möbeln geht, ist die Birkenfeige einsame Spitze. Sie bildet allerdings auch Substanzen, die Allergien auslösen können. Daneben schlucken auch Strahlenaralie, Efeutute und Purpurtute Formaldehyd. Benzol aus Lacken wird besonders gut von Einblatt oder Bogenhanf abgebaut. Allerdings wird die Filterwirkung der grünen Zimmergenossen leicht überbewertet: „Die Effizienz der Pflanzen wird durch ihr begrenztes Schadstoff-Aufnahmevermögen eingeschränkt“, erklärt GSF-Sprecher Haury. „Um einen merkbaren Effekt zu erzielen, müsste das ganze Zimmer mit Pflanzen voll gestellt werden.“

Anders ist ihre Wirkung als Raumbefeuchter. In gut gedämmten Wohnungen kann ein „Urwald“ dazu führen, dass eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit entsteht, die auch Schimmelbildung fördern kann. Das ist besonders im Winter der Fall , wenn die Pflanzen, die während dieser Zeit nicht wachsen, das gesamte Gießwasser verdunsten. Tsp/gms

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