Immobilien : Für kleine Gartenentdecker

Das Angebot an Gartenlektüre für Kinder ist vielseitig – von Pappbilderbüchern für die Kleinsten bis zu Sachbüchern für Schulkinder

Margit Lesemann

Auch kleine Hobby-Gärtner freuen sich auf die ersten Gänseblümchen: Nun heißt es endlich wieder Gummistiefel an und ab in den Garten. Gartenbücher für Kinder sind in diesem Frühjahr in allen Variationen erschienen, von Pappbilderbüchern für die Kleinsten bis zu Sachbüchern für Schulkinder. Eines ist allen gemeinsam: Sie laden ein zum Erzählen, zum Erforschen, Anfassen, Basteln und Schmecken.

Mit Tom und Lea waren wir schon im Wald, im Packeis und auf dem Meer. „Tom und Lea im Gemüsegarten“ heißt ein neuer Titel aus der beliebten Reihe für Kinder ab drei Jahren (Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2004, 12,90 Euro). Die beiden harken und jäten, säen und gießen. Das Besondere an diesem Buch: Man muss hier ziehen, da fühlen, klappen oder drehen. Die Kinder können Lauchstangen und Radieschen aus dem Boden ziehen und nachschauen, was wohl unter den großen Melonenblättern steckt. So lernen schon die Allerkleinsten, dass Möhren nicht im Supermarkt wachsen.

Auch die Klappbilderbücher von Kate Petty und Axel Scheffler „Rosi pflanzt Radieschen“ und „Sam pflanzt Sonnenblumen“ wenden sich an neugierige kleine Gärtner (Beltz & Gelberg, Weinheim 2004, ab drei Jahren, je 9,90 Euro). Mit den Bildern zum Aufklappen kann jedes Kind sehen, was unter der Erde passiert.

„Mein Garten“ lautet der schlichte Titel eines neuen Bilderbuches von Katy Couprie und Antonin Louchard (Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2004, ab vier Jahren, 15,80 Euro). Den beiden französischen Bilderbuch-Machern, die bereits mit „Die ganze Welt“ und „Guten Appetit“ auf sich aufmerksam machten, ist wieder ein kleines Kunstwerk gelungen. In knapp 200 meisterhaft zusammengestellten Bildern zeigen sie Blumen und Früchte, Tiere und Menschen und alle möglichen Gegenstände aus den verschiedensten Gärten: in Fotos, Gemälden, Holzschnitten und Collagen. Eine aufregende Reise – ohne Worte – wie man es von den beiden Künstlern kennt.

Einen anderen Weg geht die Edition Bücherbär. „Mit Lisa und Paul im Garten“ (Arena Würzburg 2004, ab vier Jahren, 12,50 Euro) ist ein allererstes Gartenbuch mit ganz konkreten Tipps. Das Buch besticht durch seine schöne Mischung aus Ideen zum Mitmachen und informativer Wissensvermittlung. Lisa und Paul binden die Gärtnerschürze um, zeigen erst mal was man an Gartengeräten braucht und stellen verschiedene Gärten vor – vom Blumengarten bis zum Zimmergarten. Ein Mal gehen sie sogar im Dunkeln hinaus und staunen nicht schlecht, was sich nachts so alles im Garten tut. Ein Buch für die ganze Familie, denn da können auch erwachsene Gartenanfänger noch etwas lernen.

Kinder im Grundschulalter führen Marion Clausen und Katharina Tebbenhoff auf die Wiese und zeigen ihnen „Honiggras und Löwenzahn“ (Patmos, Düsseldorf 2004, ab sechs Jahren, 15,90 Euro). Da bleibt auch für den Sachkundeunterricht etwas hängen. Und wer die Pflanzen entdeckt und sammelt, kann damit basteln, spielen und kochen. Löwenzahn-Zitronen-Gelee zum Beispiel. So macht ein Sonntagsspaziergang Spaß. Und zwischendurch gibt es immer wieder kleine Gedichte zum Vorlesen und Selberlesen. Wie das von Joachim Ringelnatz, „Arm Kräutchen“ am Bahndamm: Der arme Sauerampfer, „sah Eisenbahn um Eisenbahn, sah niemals einen Dampfer“.

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