Immobilien : Gutes Werkzeug erleichtert das Malern

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Das Streichen von Wänden und Neulackieren von Fenstern, Türen oder Heizkörpern ist selbst für unerfahrene Heimwerker in der Regel kein Problem. Damit ein optimales Ergebnis erzielt wird, muss allerdings nicht nur der Untergrund vorbereitet sein und die Farbqualität stimmen. Großen Einfluss auf den Erfolg der Malerarbeit haben auch die verwendeten Pinsel und Farbwalzen.

Bei der Qualität von Pinseln und Farbrollern gibt es gewaltige Unterschiede. Billige AnstreichSets enthalten meist qualitativ minderwertige Pinsel und Farbroller mit Bezügen aus Polyesterfasern. Mit solchen Werkzeugen könnten höchstens Kellerwände gestrichen werden, heißt es bei der Deutschen Heimwerker-Akademie.

Farbroller eignen sich vor allem zum Wändestreichen. Qualitätswalzen zeichneten sich dadurch aus, dass sie meist dicker und flaumiger sind als Billigprodukte. Sie können dadurch mehr Farbe aufnehmen und tropfen beziehungsweise spritzen weniger. Außerdem tragen sie die Farbe dicker und glatter auf. Gute Ergebnisse lassen sich mit so genannten Malerwalzen erzielen, beispielsweise mit Fasern aus Perlaflor. Vom Allerfeinsten sind Streichroller mit Lammfell. Diese nehmen besonders viel Farbe auf und geben sie gleichmäßig ab. Beim Streichen von Raufaser sind gepolsterte Rollen von Vorteil.

Wände können mit fester, spritzarmer Farbe gestrichen werden. Hierfür wird kein Spezialroller benötigt. Der Bezug der Walze sollte immer kurzflorig sein. Langflorige Roller, die im Außenbereich für raues Mauerwerk benutzt werden, eignen sich nicht.

Ebenfalls zur Grundausstattung der eigenen Malerwerkstatt gehören Pinsel zum Lackieren. Unterschieden wird zwischen Flach- und Rundpinsel. Flachpinsel sind nach Angaben der Stiftung Warentest vor allem zum Auftragen der Farbe auf große Flächen gedacht. Rundpinsel lassen sich für unterschiedliche Lackierarbeiten benutzen. Besonders vielseitig zu nutzen sind Heizkörperpinsel. Mit diesem Pinseltyp, der einen langen Griff hat, können nicht nur Heizkörper neu lackiert werden. Auch beim Streichen der Wände kommt man mit solchen Pinseln in schwer zugängliche Ecken und Übergänge.

Wer mit Acrylatfarben arbeiten will, sollte Pinsel mit synthetischen Borsten nehmen, da Naturborsten dazu neigen, Wasser aufzusaugen und dann ihre Form zu verlieren. Naturborsten-Pinsel eignen sich für Anstrichmittel auf Kunstharzbasis und für Farben, die mit Alkohol, Farbverdünnung oder Lackverdünnung hergestellt werden.

Doch auch hochwertige Pinsel verlieren beim ersten Einsatz Haare. Fachleute raten, sie beim Vorstreichen „einzuarbeiten“. Für die abschließende Lackierung werden grundsätzlich alte, gut gereinigte Pinsel verwendet, die nicht mehr „haaren“. Doch das Lackieren mit Pinseln will gelernt sein, daher nehmen die meisten Heimwerker Lackierwalzen, die die Farbe gleichmäßig stark auftragen.

Doch mit Pinseln und Farbrollern ist die Malerwerkstatt noch nicht komplett. Für alle Farbwalzen und -roller benötigt man ein Abstreifgitter, um die Farbe auf der Walze zu verteilen. Zum Umrühren der Farbe reicht ein Kantholz, das 30 bis 40 Zentimeter über die Höhe des Farbeimers hinausragt. Wichtig sind außerdem Klebeband und Abdeckfolie. dpa/Tsp

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